Stadtrat Ludwig: Innovatives Frauenwohnprojekt feierte Fertigstellung

Mitbestimmung bei der Planung und solidarisches Miteinander

Wien (OTS) - Das Frauenwohnprojekt [ro*sa] feierte exakt ein Jahr nach dem Spatenstich, der am 17. Dezember 2008 vorgenommen wurde, die Schlüsselübergabe. Es bietet seinen Bewohnerinnen maßgeschneiderte Wohnqualität, die sich ganz an den Wohnwünschen und -bedürfnissen von Frauen orientiert, darunter auch ein enges und generationenübergreifendes Miteinander.
Wohnbaustadtrat Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig, Bezirksvorsteher Norbert Scheed, Mag. Andrea Holzmann-Jenkins und Mag. Michael Gehbauer, GeschäftsführerInnen der Wohnbauvereinigung für Privatangestellte (WBV-GPA), übergaben heute, Donnerstag, das innovative Projekt an seine Bewohnerinnen.

Bereits die Projekte Frauen-Werk-Stadt I und II trugen maßgeblich zu einer weiteren Anhebung der Qualitätsstandards im geförderten Wiener Wohnbau bei. Aus den Erfahrungen aus diesen beiden Projekten wurden neue Qualitätskriterien abgeleitet, die bis heute eine wesentliche Grundlage bei der Auswahl und Planung von Wohnbauvorhaben bilden. Mit dem mit Mitteln aus der Wiener Wohnbauförderung unterstützen Frauenwohnprojekt [ro*sa] in der Donaustädter Anton-Sattler-Gasse 100 setzt die Stadt Wien einen weiteren Meilenstein für frauengerechtes Wohnen. Kern des Projekts ist eine solidarische Gemeinschaft von Frauen unterschiedlicher Generationen und Herkunft sowie deren Kindern und eventuellen PartnerInnen. Die Architektur des Hauses trägt dem Gedanken einer Hausgemeinschaft, die eine "erweiterte Familie" darstellt, Rechnung und bietet großzügig gestaltete Gemeinschaftsräume, die optimal mit den Privaträumen verbunden sind.

"Wohnprojekte, die Mitbestimmung und das dichte soziale Netz einer engen und guten Hausgemeinschaft bieten, verfügen über eine hohe soziale Nachhaltigkeit und damit auch über eine ausgezeichnete Wohnzufriedenheit. Das Frauenwohnprojekt [ro*sa] zeichnet vor allem sein innovativer Ansatz für ein enges intergeneratives Zusammenleben aus. Darüber hinaus gelang es dem Architekturbüro Köb & Pollak, unter der Federführung von Prof. Sabine Pollak, gemeinsam mit den Bewohnerinnen eine Architektur zu schaffen, die sensibel auf die Alltagserfordernisse der Mieterinnen und der Hausgemeinschaft eingeht", hielt Wohnbaustadtrat Vizebürgermeister Michael Ludwig fest. Die Stadt Wien hat dieses experimentelle und zukunftsweisende Wohnprojekt durch die Bereitstellung eines geeigneten Grundstücks und mit Fördermitteln im Ausmaß von rund 2,4 Millionen Euro unterstützt", so Ludwig weiter. Rund 44.600 Euro stellte die Stadt Wien zudem für die Superförderung von vier Wohnungen für einkommensschwache Familien zur Verfügung. Die Gesamtbaukosten des Projekts betrugen rund 6,3 Mio. Euro.

Insgesamt sind zurzeit 58 geförderte Neubauprojekte mit rund 5.000 Wohnungen in der Donaustadt in Planung oder Bau. Die Gesamtbaukosten aller Projekte machen rund 623 Mio. Euro aus, die Fördermittel der Stadt Wien rund 231 Mio. Euro.

"Im 22. Bezirk werden in naher Zukunft Tausende attraktive Wohnungen entstehen, die unterschiedlichste Wohnbedürfnisse erfüllen und die eine gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel und die unmittelbare Nähe zu großen Erholungsgebieten bieten. Innovative Wohnformen, wie das Frauenwohnprojekt [ro*sa] bereichern die Wohnlandschaft der Donaustadt zusätzlich. Hand in Hand mit den Neubauten gehen zahlreiche infrastruktuelle Maßnahmen, so zum Beispiel an Kagraner Spange, die in den kommenden Jahren durch weitere Geschäfte, einen Kindergarten und einen Jugendspielplatz noch lebenswerter gestaltet wird", unterstrich Bezirksvorsteher Nobert Scheed.

Familiäres Miteinander

[ro*sa] beherbergt 40 frauengerecht gestaltete Wohnungen, die nahezu alle über Balkon, Loggia oder einen Garten mit Terrasse verfügen, und ein Büro.
Für die Planung zeichnet das Architekturbüro Köb & Pollak verantwortlich, Bauträger ist die Wohnbauvereinigung für Privatangestellte (WBV-GPA). Die Wohnungen sind so konfiguriert, dass sie flexibel einricht- und leicht umbaubar sind und umfassen Minimaleinheiten (ca. 30 m2), Kleinwohnungen (ca. 47 m2), 2-Zimmerwohnungen (ca. 65 m2), 3-Zimmerwohnungen (ca. 95 m2), 4-Zimmerwohnungen (ca. 120 m2) und Eckwohnungen (ca. 80 und 95 m2). Alle Maisonetten sowie die zwei barrierefreien Wohnungen im Erdgeschoß verfügen über einen direkten Zugang zu einer eigenen Terrasse sowie zum Gemeinschaftsgarten. Alle Küchen sind offen im Wohnraum angeordnet. Als allgemeine Räume stehen den BewohnerInnen u.a. "Passagenräume" mit Mehrfachfunktionen, ein Gemeinschaftsraum mit WC und Sessellager, in dem auch eine Küche eingerichtet werden kann, eine Gemeinschaftsterrasse im Gartenhof, eine Werkstatt, eine Waschküche und eine kleine Sauna zur Verfügung. Auf dem Dach befindet sich eine Terrasse, auf der Mieterinnen-Beete angelegt werden sollen. Für die Grünraumplanung der Anlage zeichnen die Landschaftsarchitekten Maria Auböck und Janos Kárász verantwortlich, die einen terrassierten Garten mit
Gemeinschafts-, Ruhe- und Spielzonen vorgesehen haben.

Das Wohnprojekt [ro*sa] ist aus dem gleichnamigen Verein hervorgegangen, der von Prof. Sabine Pollak gegründet wurde. Bereits im Vorfeld wurden Frauen gesucht -Alleinerzieherinnen, Seniorinnen, aber auch Frauen in Beziehungen - die in ein gemeinschaftlich geführtes Wohnprojekt einziehen wollen. In die Gestaltung der Wohnhausanlage sind zahlreiche Wünsche und Ideen künftiger Bewohnerinnen miteingeflossen. So sind die Gemeinschaftsräume so angelegt, dass sie den Erfordernissen der Hausgemeinschaft, die nicht nur gemeinsame Freizeitaktivitäten setzen, sondern sich im Alltag auch unterstützen will - z.B. durch Mittagsessen, die die Seniorinnen für die Kinder im Haus zubereiten - gerecht werden.

Kosten

Die durchschnittlichen Mietkosten für die Wohnungen betragen ca. 6,57 Euro/m2 betragen, die erforderlichen Eigenmittel (mit Ausnahme der supergeförderten Wohnungen) ca. 438 Euro/m2.
Alle Wohnungen wurden bereits vergeben.

Informationen über neue geförderte Wohnprojekte in der Donaustadt

Wohnservice Wien,
2., Taborstraße 1-3
Tel.: 01/24 503-25800
www.wohnservice-wien.at (Schluss) da

Für den Inhalt verantwortlich: Christiane Daxböck

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Christiane Daxböck, Mediensprecherin Vbgm. StR Dr. Michael Ludwig
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