FPÖ-Obermayr: Türkei blockiert bei Zypern- und Armenienfrage

Nabucco-Pipeline offenbar Faustpfand bei Verhandlungen

Wien (OTS) - "Trotz der Weigerung der Türkei, das Ankara-Protokoll zu ratifizieren und somit Zypern anzuerkennen, trotz der anhaltenden Blockade Armeniens durch die Türkei und trotz der beharrlichen Leugnung des Völkermordes an den Armeniern hat der Rat der EU-Außenminister beschlossen, der Türkei in Sachen EU-Beitritt erneut eine "letzte" Chance zu geben", kritisiert FPÖ-Europaabgeordneter Mag. Franz Obermayr.

Offenbar wolle man in Brüssel nicht begreifen, dass Ankara ein Pokerspiel auf Kosten der europäischen Steuerzahler betreibe. Immerhin erhält die Türkei als Beitrittskandidat bereits jetzt für den Zeitraum 2007-2010 2,26 Milliarden Euro! "Die EU-Außenminister hingegen hoffen augenscheinlich, in der Türkei einen stabilen Partner für die Nabucco-Gaspipeline gefunden zu haben. Für die Unabhängigkeit von russischen Versorgern sei man augenscheinlich bereit, auch bei der Zypern-Frage und den Menschenrechten sämtliche Augen zuzudrücken", so Obermayr.

"Anscheinend hat sich von den EU-Außenministern noch niemand Gedanken darüber gemacht, welche Folgen es für Europa haben kann, wenn künftig Erdogan statt Putin die Hand am Gashahn hat. Bereits jetzt hat der türkische Ministerpräsident mehrfach bewiesen, was er unter "Diplomatie" versteht und dass er bereit ist, seinen Argumenten auch mit drastischen Mitteln Nachdruck zu verleihen. Europa das Gas abzudrehen wäre ihm durchaus zuzutrauen", sagt Obermayr abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0004