Weihnachtskampagne des Integrationshauses "Ein ganzes Haus hängt an Ihrer Haustür!"

Die 15. Gute Zeitung, Inserate in Printmedien und wiederverwendbare Weihnachtssackerln sollen Flüchtlingen helfen.

Wien (OTS) - Die ist bereits die 15. Ausgabe der Guten Zeitung,
die in diesen Tagen mit einer Auflage von mehr als 1,5 Mio. Exemplaren an alle im Zustellbereich von Feibra liegenden Haushalte in halb Österreich verteilt wird. Menschen in Wien, Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich und in der Steiermark lesen ein Blatt, das Hilfe und Hoffnung geben soll. Ein wichtiges Ziel ist auch, eine Verbesserung der rechtlichen und sozialen Lage von Asylsuchenden als auch der in diesem Jahr wieder besonders angespannten finanziellen Situation des Integrationshauses zu erreichen.

Themenschwerpunkt dieser Ausgabe sind berührende Geschichten aus dem Alltag im Integrationshaus. Die Beiträge stammen von Sibylle Hamann, Edith Meinhart, Martin Gantner und Willi Resetarits. Testimonials von Tennis-Ass Sybille Bammer, den Kabarettisten Grissemann & Stermann, Bürgermeister Michael Häupl, Volksanwältin Terezija Stoisits, Lotte Tobisch, Präsidentin von "Künstler helfen Künstlern", und Star-Köchin Sarah Wiener bitten um Unterstützung des Integrationshauses und appellieren für mehr Menschlichkeit und gegen Fremdenfeindlichkeit. Das Integrationshaus bietet Flüchtlingen weit mehr als ein Dach über dem Kopf und eine warme Mahlzeit:
Mehrsprachige und professionelle Intensivbetreuung für Traumatisierte, AlleinerzieherInnen, chronisch Kranke und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Hilfe beim Spracherwerb, bei der Ausbildung und der Integration in den Arbeitsmarkt sind nur einige von zahlreichen Maßnahmen, die den Menschen, die in ihrer Heimat alles verloren haben, vor allem eines geben sollen: Hoffnung auf ein neues, besseres Leben. Heimlicher "Hauptdarsteller" der Guten Zeitung ist wie jedes Jahr ein Zahlschein, der Spenden zugunsten des Integrationshauses sammeln soll. Und nicht zuletzt soll das Blatt auch zum 16. Wiener Flüchtlingsball am 12. Februar
2010 im Wiener Rathaus einladen.

Die Chefredaktion der Guten Zeitung übernahm wieder Karin Strobl, die Gestaltung betreuten Brigitte Jancik, Gottfried Moritz und Valentin Wurnitsch. Ermöglicht wurde das Erscheinen der Zeitung wieder durch die kostenlose Verteilung durch Feibra.

Die politische Botschaft der Zeitung ist, dass Österreich Asylsuchende vor Krieg, Terror und Gewalt in Schutz nimmt, anstatt sie - wie es immer öfter, immer schneller passiert - in Schubhaft zu stecken und abzuschieben. "Österreich ist durch internationale Verträge zum Flüchtlingsschutz und zur Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet. Das heißt aber, ein faires Asylverfahren sicher zu stellen. Die Einhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze ist schon derzeit nicht gewährleistet und sie werden durch das im Oktober beschlossene menschenverachtende Fremdenrechtsänderungsgesetz noch weiter ausgehöhlt", stellt Andrea Eraslan-Weninger, Geschäftsführerin des Integrationshauses fest.

Gleichzeitig mit der Verteilung der Guten Zeitung werden in profil, Der Standard und Falter Inserate geschaltet, die um Spenden für die Flüchtlingsbetreuung im Integrationshaus bitten und sich gegen die restriktive Asyl- und Fremdenpolitik wenden ("Österreichts").

Und nicht zuletzt beteiligen sich wieder die Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima und BILLA mit der Aktion "Schenk Dir die Verpackung" an der Weihnachtskampagne des Integrationshauses. Beim "natürlich Wien"-Stand am Christkindl-Markt am Wiener Rathaus-Platz und beim "natürlich Christkind"-Stand am Cobenzl sowie in allen BILLA-Filialen in Wien werden wiederverwendbare Weihnachtssackerln verkauft, deren Erlös an das Integrationshaus geht.

Mit all diesen Aktionen soll die professionelle Arbeit des Integrationshauses im nächsten Jahr gesichert werden. "Etwa 20 % des Gesamtbudgets müssen mit Hilfe von privaten SpenderInnen, Unternehmenskooperationen und Veranstaltungserlösen aufgebracht werden. Für die intensive Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, AlleinerzieherInnen und traumatisierten Flüchtlingen als auch für die wichtige unabhängige Rechtsberatung für Asylsuchende braucht das Integrationshaus dringend Geld, weil das Innenministerium dafür zuwenig übrig hat! Die Kostensätze sind seit Jahren eingefroren und keineswegs kostendeckend." betont Sepp Stranig, Mitbegründer des Hauses und Herausgeber der Guten Zeitung.

"Wir hoffen, dass den Menschen unser Aufruf zum Spenden ans Herz geht und dass unsere diesjährige Weihnachtskampagne als Signal für mehr Menschlichkeit in Politik und Alltag angenommen wird!" wünschen sich Andrea Eraslan-Weninger und Sepp Stranig unisono.

http://www.integrationshaus.at

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