AK: Ausweichen auf Wiener Linien muss für Bahn-PendlerInnen kostenlos sein

Nach der Südbahnhof-Schließung: Viele Störungen auf der S-Bahn-Stamm-Strecke

Wien (OTS) - Vier Tage nach der Sperre des Südbahnhofs fordert AK Präsident Herbert Tumpel mehr Pünktlichkeit und weitere Entlastungen für die BerufspendlerInnen. "Es klemmt zum Beispiel oft auf der S-Bahn-Stammstrecke. Dort kommt es durch Probleme bei den Weichen zu vielen Zugausfällen oder Verspätungen, die die PendlerInnen Nerven und Zeit kosten", so Tumpel. Weil im Störungsfall die Wiener Linien oft die einzige Ausweichmöglichkeit bieten, müssen ÖBB Fahrkarten auch auf Alternativstrecken der Wiener Linien gültig sein, so Tumpel. "Die Penderlnnen tragen derzeit die Hauptlast der Umbauten für das Großprojekt Hauptbahnhof. Sie dürfen nicht noch dafür zahlen müssen, wenn Sie solche Nadelöhre meiden und auf Ausweichstrecken der Wiener Linien umsteigen."

Außerdem fordert die AK rund um das Provisorium Ostbahnhof, an dem täglich 5.000 bis 6.000 PendlerInnen an- und abfahren, weitere bauliche und verkehrstechnische Verbesserungen. "Die Stadt Wien hat den Bau eines Witterungschutzes angekündigt, damit die PendlerInnen trockenen Fußes vom Provisorium Ostbahnhof zu den Bussen und Bahnen am Gürtel kommen. Das war ein guter und richtiger Schritt. Der muss angesichts des Wintereinbruchs jetzt schnell umgesetzt werden, so Tumpel.

Es muss alles getan werden, um möglichst viele Belastungen durch die Baumaßnahmen für die PendlerInnen abzumildern. Dazu gehören ergänzende Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Bereich der Fußwegverbindung Ostbahnhof - Gürtel wie eine klare Wegweisung, mehr Sicherheit für Fußgänger durch Geschwindigkeitsbegrenzungen im Bereich der Fußgängerquerungen, eine bessere Kennzeichnung und eine entsprechende Beleuchtung der Schutzwege.

Weiters fordert die AK:

+ PendlerInnen müssen auch während der notwendigen Umleitungsverkehre pünktlich und ohne finanziellen Mehraufwand ihren Arbeitsplatz erreichen können. Die ÖBB und die Wiener Linien müssen schnell Vereinbarungen über Fahrkartengültigkeiten auf Alternativstrecken zwischen ÖBB und Wiener Linien treffen.

+ Damit auch gehbehinderte Fahrgäste oder Eltern mit kleinen Kindern gut unterwegs sein können müssen die Aufzüge in der S-Bahn Station Südbahnhof rasch gebaut werden. Das Umfeld der Station muss mit einer Radabstellanlage nachgerüstet werden.

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