Wien erreicht 4. Platz bei europäischer Umweltschutz-Studie

Wien ist bestplatzierte Millionenstadt; Top-Werte bei Wasserqualität und erneuerbaren Energien

Wien (OTS) - Wien nimmt im Ranking des "European Green City Index" der Economist Intelligence Unit (EIU) unter 30 Metropolen in 30 europäischen Ländern mit 83,34 von 100 Punkten den hervorragenden vierten Platz ein. Der European Green City Index wurde in Kooperation mit Siemens entwickelt. Er analysiert die Leistungen und Ambitionen der Städte bei Umwelt- und Klimaschutz und macht zugleich Unterschiede in den Kategorien CO2-Emissionen, Energieversorgung, Gebäude, Verkehr, Wasser, Luftqualität, Abfall/Landnutzung und Umweltmanagement transparent. Unter den Top10-Städten befinden sich insgesamt vier Millionenstädte, unter denen Wien den besten Platz einnimmt. Insbesondere in der Kategorie Wasser schnitt Wien hervorragend ab, auch bei Entwicklung und Verwendung erneuerbarer Energien hatte Wien die Nase vorn. Rund 13 Prozent des Energieverbrauchs werden in Wien durch erneuerbare Energiequellen gedeckt.

"Ich freue mich, dass Wien unter den untersuchten Millionenstädten Europas den 1. Platz im European Green City Index einnimmt. Neben dem 1. Platz in der weltweiten Lebensqualität-Studie von Mercer unterstreicht das einmal mehr, dass Wien am richtigen Weg ist", so Wirtschafts- und Finanzstadträtin Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner. "Nachhaltiger Klimaschutz und eine aktive Wirtschaftspolitik sind kein Widerspruch, ganz im Gegenteil. Klimaschutz ist ein wichtiger Innovationsmotor für den Standort Wien. Energiesparende U-Bahnen bei den Wiener Linien, die hohe Energieeffizienz bei der Fernwärme oder Zukunftsprojekte wie die Fernkälte sind nur einige Beispiele, wo die Unternehmen der Stadt und ihre Partner eine Vorreiterrolle einnehmen." Der Stadt Wien war es auch im Rahmen der Konjunkturpakete 2009 ein zentrales Anliegen, den Klimaschutz mit der Sicherung von Arbeitsplätzen zu verbinden, etwa durch zusätzliche Investitionen in Höhe von 17 Millionen Euro in thermische Sanierungen bei Gemeindebauten und Amtshäusern.
"Siemens trägt mit Innovationen und modernen Technologien zum nachhaltigen Schutz der Umwelt und unserer Ressourcen bei. Das Unternehmen verfügt über ein spezielles Umweltportfolio, das unter anderem Lösungen bezüglich CO2-Einsparungen, energieeffiziente Beleuchtung, Erneuerung älterer Kraftwerke, Windkraftanlagen und umweltfreundliche Züge beinhaltet. Wir freuen uns, mit unseren Produkten und unserem Know-how Städte wie Wien in ihrem Bestreben nach Umweltschutz und Nachhaltigkeit unterstützen zu können", sagt Mag.a Brigitte Ederer, Vorstandsvorsitzende der Siemens AG Österreich.

Stadt Wien setzt auf Energiesparcontracting von Siemens

Siemens bietet mit dem Energiesparcontracting eine Modernisierung und Optimierung in der Gebäudetechnik an. Die nötigen Investitionskosten amortisieren sich dabei über die Vertragslaufzeit durch die erzielte Energie- und Betriebskosteneinsparung. In Wien laufen derzeit vier Energiesparverträge in den Bädern Brigittenau und Döbling, Jörgerbad sowie Theresienbad. Im Jahr 2007 gewann Siemens mit dem Energiespar-Contracting für das Hallenbad Brigittenau den europäischen Energieeffizienzpreis "Energy Service Award".

Siemens wurde in Österreich bereits mit der Durchführung von Energiesparmaßnahmen an insgesamt über 160 Schulen, Kindergärten, Bürogebäude der Zentralstelle, Forschungseinrichtungen, Bundesgärten und Bädern beauftragt.

Wien bei Wasserqualität auf 2. Platz

Wien nimmt in der Kategorie Wasser den 2. Platz ein. Die Stadt gewinnt im Gegensatz zu anderen das Trinkwasser nicht aus dem Grundwasser. Das Wiener Wasser stammt zum größten Teil aus den niederösterreichischen und steirischen Alpen, das unter Nutzung des Höhengefälles zwischen Bergen in die Stadt geleitet wird. So müssen keine Pumpen verwendet werden, im Trinkwasser-Kraftwerk Mauer wird die überschüssige Energie des Hochquellenwassers zu Ökostrom. Realisiert wurde das Trinkwasser-Kraftwerk Mauer, das jährlich rund drei Millionen Kilowattstunden Strom liefert, in Zusammenarbeit der Wiener Wasserwerke mit der Siemens AG Österreich.

Kraftwerksmodernisierung und erneuerbare Energien für den Umweltschutz

In Wien Simmering baute Siemens den alten Kraftwerks-Block zu einem noch umweltfreundlicheren Gas- und Dampfturbinenkraftwerk mit Fernwärmeauskopplung um. Dieser ging im Mai 2009 in Betrieb. Durch den hohen Brennstoffnutzungsgrad (81 Prozent) können dank Siemens-Technologie rund 1,33 Millionen Tonnen CO2 und 1.850 Tonnen NOx-Emissionen jährlich im Vergleich zu einem herkömmlichen Kohlekraftwerk eingespart werden. Die in die Fassade des Kraftwerks integrierte Photovoltaikanlage unterstreicht die ökologische Seite dieses Projekts.

Beim Biomassekraftwerk in Simmering war Siemens Generalunternehmer, das Kraftwerk ging im Oktober 2006 in Betrieb und ist der größte Biomassebrenner Europas. Jährlich können rund 48.000 Haushalte mit Elektrizität und 12.000 Haushalte mit Heizwärme versorgt werden. Jährlich werden 144.000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart.

Weiters realisierte Siemens die komplette zentrale Leittechnik der Fernwärme Wien über acht Standorte, an denen Fernwärme ausgekoppelt wird (Müllverbrennungsanlagen, Kraftwerke).

Neue Wiener U-Bahn mit erhöhter Energieeffizienz

Wien fördert aktiv die Nutzung von öffentlichem Verkehr, um verkehrsbedingte CO2-Emissionen zu reduzieren. Der V-Wagen, die neue Wiener U-Bahn von Siemens, erhöht die Energieeffizienz durch Energierückspeisung beim Bremsen. Die Bremsenergie wird für die Zuganfahrt verwendet, teure Stromlasten werden dadurch verringert. Außerdem ist der V-Wagen frei von schadstoffhaltigen Materialien und kann am Ende der "Dienstzeit" zu mehr als 90 Prozent wiederverwertet werden. Weiters verfügt Siemens Österreich in Wien über das Weltkompetenzzentrum für U-Bahnen innerhalb des Konzerns. Seit 1. Oktober 2009 werden alle Siemens U-Bahnen für die ganze Welt von Wien aus angeboten und gefertigt.

Siemens Österreich hat auch anderen Städten zu guten Platzierungen verholfen. Oslo nimmt den dritten Gesamtplatz ein, die Osloer U-Bahn kommt aus Wien und verfügt über eine spezielle Leichtbauweise. Wie beim V-Wagen ist durch Energierückgewinnung beim Bremsen 30 Prozent Energieersparnis möglich, der Recycling-Aspekt gilt auch für die U-Bahn in Oslo.

Weniger Emissionen durch grüne Welle/Verkehrsrechner und LED-Technik

Der Siemens-Verkehrsrechner in der Wiener Verkehrsleitzentrale unterstützt die Umsetzung von Steuerungs-, Lenkungs-, Leit- und Informationsstrategien für den Wiener Verkehr. Siemens bietet damit eine Lösung zur verkehrsabhängigen Steuerung der Ampeln. Der Verkehrsrechner ist auch für die Schaltung der "Grünen Wellen" verantwortlich, denn flüssiger Verkehr bedeutet weniger Schadstoffausstoß. Siemens hat 2005 mit dem Umrüstung der Ampeln auf energiesparende LED-Technologie begonnen. Ampelanlagen verbrauchen nach dem Austausch herkömmlicher Leuchten durch LEDs von Osram 90 Prozent weniger Strom. 20 Prozent der Kreuzungen in Wien wurden von Siemens schon umgerüstet. In den nächsten Jahren sollen alle Siemens-Ampeln/Kreuzungen umgerüstet werden, die Kosteneinsparung für die Stadt Wien liegt bei rund 1,7 Millionen Euro.

Siemens Österreich unterstützt Stadt Wien mit grünen Technologien

Der European Green City Index ist bereits die dritte Siemens-Studie - nach London und München - aus der Reihe "Sustainable Urban Infrastructures". Städte spielen eine Schlüsselrolle, weil sie für 80 Prozent des gesamten Ausstoßes von Treibhausgasen verantwortlich sind und inzwischen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten lebt. Mit seinem Umweltportfolio ist Siemens ein idealer Partner für die Verwirklichung klimafreundlicher Infrastrukturlösungen. Das Unternehmen erzielte mit seinen Produkten und Lösungen zum Klimaschutz im Geschäftsjahr 2009 weltweit einen Umsatz von rund 23 Milliarden Euro, das ist etwa 30 Prozent des gesamten Umsatzes. Alle Projekte, mit denen Siemens in Wien vertreten ist, steigern die Energieeffizienz, tragen zu Energieeinsparungen und damit zu CO2-Vermeidung und besserer Luftqualität bei.

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