Lichtenecker: Nur massive Investitionen in Forschung und Bildung bringen die besten Köpfe nach Österreich

Hahns "schöne Worte" können nicht über die schwierige Situation der Forschenden an den österreichischen Universitäten hinwegtäuschen

Wien (OTS) - "Minister Hahn fordert bessere Ausbildung für Forschende, verwehrt den Unis aber die dafür nötige Finanzierung", kritisiert Ruperta Lichtenecker, Vorsitzende des Ausschusses für Forschung, Innovation und Technologie im Parlament und Forschungssprecherin der Grünen. Die schönen Worte des neuen Aktionsplans für Forschende können nicht über die schwierige Situation der Forschenden an den österreichischen Universitäten hinwegtäuschen, so Lichtenecker weiter.

Faktum ist, es gibt einen Nationalratsbeschluss wonach das Unibudget bis 2012 um insgesamt zwei Mrd. Euro aufzustocken ist. Dennoch weigern sich die Regierungsparteien beharrlich die Bildungsausgaben zu erhöhen und üben sich stattdessen in Beschwichtigungen.

Wie es um die Universitäten in diesem Land mittlerweile steht, zeigen die aktuellen Studierendenproteste. Das Betreuungsverhältnis zwischen Studierenden und Professorinnen und Professoren ist katastrophal, ebenso die Ausstattung vieler Institute. Wie unter solchen Bedingungen die besten internationalen Forscherinnen und Forscher nach Österreich gelockt werden sollen ist mehr als fraglich, von der Weltklasseuni ganz zu schweigen. "Glaubt Hahn tatsächlich, dass die besten Köpfe dem Charme desolater Universitäten erliegen könnten?", fragt sich Lichtenecker.

Die besten Köpfe für Österreich heißt, jetzt in Bildung und Forschung zu investieren und die auch die Rahmenbedingungen für Forschende aus dem Ausland den internationalen erfolgreichen Ländern an zu passen, fordert Lichtenecker.

Mit dem angekündigten Aktionsplan für Forschende sollen nun zumindest die rechtlichen Rahmenbedingungen für Forschende verbessert werden, inklusive besserer sozialer Absicherung und attraktiveren Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen.

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