Schwentner: Frauenanteil in Führungsgremien stagniert

Fixe Quoten sind der Weg zum Erfolg

Wien (OTS) - Die Grünen haben durchgesetzt, dass der Einkommensbericht des Rechnungshofes für die öffentliche Wirtschaft nun auch den Frauenanteil in Führungsgremien ausweist. Bescheiden nehmen sich jedoch die Fortschritte aus, die der aktuelle Einkommensbericht des Rechnungshofes bei der Besetzung von Frauen in Führungspositionen aufzeigt: "Beim Frauenanteil in den Vorständen bzw. Geschäftsführungen kam es von 2007 auf 2008 nur zur einer leichten Verbesserung. Wenn diese Entwicklung im selben Tempo weiterläuft, dann werden die Frauen noch fast hundert Jahre brauchen, bis sie in den Vorständen und Geschäftsführungen gleichberechtigt vertreten sein werden" so Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen.

Der Anteil der Frauen in den Vorständen lag 2007 bei 11,2 Prozent und ist nun auf 11,6 Prozent gestiegen. Etwas besser entwickelt hat sich der Frauenanteil in den Aufsichtsräten, nämlich von 13,9 Prozent im Jahr 2007 auf 16,1 Prozent im darauffolgenden Jahr. Dieser Fortschritt bei den Aufsichtsräten ist vor allem auf das Bemühen der Regierung zurückzuführen, mehr Frauen für die Uniräte zu nominieren. "Hier zeigt sich deutlich, dass politische Anstrengungen mit einer klaren 50% Frauenquotenvorgabe für die Regierung bei der Besetzung Erfolg gezeigt hat. Nun geht es darum, den Frauenanteil in allen Aufsichtsratsgremien, auch jenen in den Wirtschaft, zu erhöhen. Die Einrichtung einer Akademie für weibliche Führungskräfte allein kann nicht das Ziel sein", meint Schwentner. Diese suggeriert zudem, dass Frauen an sich nicht kompetent genug wären und im Gegensatz zu den Männern Nachhilfe in Führungskompetenzen brauchen.

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