AK setzt sich für Menschen im Niedriglohnsektor ein

Tumpel: Mindestsicherung muss kommen

Wien (OTS) - 230.000 Menschen in Österreich sind von Armut betroffen, obwohl sie einen Arbeitsplatz haben. Anlässlich der heutigen AK Veranstaltung "Working Poor - Wege aus der Armut sind Wege aus der Krise", fordert AK Präsident Herbert Tumpel eine fairere Verteilung des Wohlstands und bessere Bedingungen für Menschen im Niedriglohnbereich. Immer mehr Menschen müssen in prekären Verhältnissen arbeiten, die ihnen kein existenzsicherndes Einkommen ermöglichen. Statt eine Neiddebatte auf dem Rücken der Schwachen auszutragen, wäre es dringend an der Zeit, jene zu unterstützen, die von ihrer Arbeit nicht leben können, sagt Tumpel: "Die herrschende Schieflage dürfen wir einfach nicht hinnehmen. Wir müssen jene, die an den gesellschaftlichen Rand gedrängt wurden, wieder vom Rand, von der Armut und der Armutsgefährdung wegholen. Das beste Mittel dagegen sind qualitativ hochwertige, gutbezahlte Arbeitsplätze." Der AK Präsident fordert auch erneut die Einführung der bedarfsorientierten Mindestsicherung. Die Detailverhandlungen zwischen Bund und Ländern müssen rasch geführt und abgeschlossen werden: "Wir brauchen die Existenzsicherung durch die Mindestsicherung. Nur damit ist es möglich, die akute Notlage vieler tausenden Menschen wirksam zu bekämpfen."

2010 wird das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung sein. Aus diesem Anlass eröffnete die AK den Veranstaltungsreigen mit der Veranstaltung "Working Poor - Wege aus der Armut sind Wege aus der Krise", um auf die Situation jener Menschen aufmerksam zu machen, die mit ihrem Erwerbseinkommen kein Auskommen finden. Sie beleuchtet Armut dabei aus verschiedenen Blickwinkeln, wie Mangel an Bildungschancen, die Bedeutung der Wohnsituation oder geschlechtsspezifische Aspekte.

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