Mailath präsentiert neuen Forschungsschwerpunkt 2010

Stadt Wien fördert wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Integration und Zusammenleben in der Stadt mit 1,3 Mio. Euro

Wien (OTS) - In Zeiten intensiver Bildungsdebatten - Stichwort Studierendenproteste - setzt Wien ein starkes Zeichen für hochqualitative Forschung. "Wissenschaftliche Projekte, die sich mit Integration und Zusammenleben in der Stadt beschäftigen, werden im kommenden Jahr gezielt gefördert", erklärte Kultur- und Wissenschaftsstadtrat Andreas Mailath-Pokorny heute, Dienstag, beim wöchentlichen Bürgermeister-Mediengespräch. Insgesamt stehen 1,3 Millionen Euro für disziplinenübergreifende Forschungsarbeiten zu Fragen ethnischer Herkunft, Migration, interkultureller Mobilität, Integration und des Zusammenlebens zur Verfügung. Die Ausschreibung erfolgt im Rahmen des "Wiener Impulsprogramms für Geistes-, Sozial-und Kulturwissenschaften" (GSK), das die Stadt Wien im Frühjahr 2008 ins Leben rief, um diesen Wissenschaftsbereich in Wien zu stärken. Abgewickelt wird das Programm vom Wiener Wissenschafts- und Technologiefonds (WWTF), der im Rahmen der Pressekonferenz auch die Ergebnisse der letzten Ausschreibungsrunde zum Thema "Art(s) & Sciences" präsentierte: "Beim Call 2009 haben sich fünf herausragende Projekte und ein Fellowship-Vorhaben durchgesetzt, diese werden mit 1,35 Millionen Euro gefördert", berichtete WWTF-Geschäftsführer Michael Stampfer.

Nach zwei Ausschreibungen zu Art(s)&Sciences setzt das Wiener GSK-Impulsprogramm damit im nächsten Jahr einen neuen thematischen Fokus mit gesellschaftlicher Relevanz. "Die Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte liegen zweifellos im Umgang mit dem Zusammenleben in der Stadt. Mit dem neuen Ausschreibungsthema wollen wir deshalb eine Brücke schlagen von der Forschung hin zur Anwendung und Problemlösung, um soziale, ökonomische und kulturelle Chancen im interkulturellen Zusammenleben zu ermöglichen und Antwortmöglichkeiten bis hin zu konkreten Handlungsanweisungen zu entwickeln", betonte Mailath-Pokorny.

Bereits einige der 2009 geförderten und im Rahmen der Pressekonferenz präsentierten Projekte sind dem Thema des Zusammenlebens und der Integration in der Stadt gewidmet. So werden zum Beispiel unter dem Titel "Empowerment-Koffer" konkrete Unterstützungs- und Beratungsangebote für sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen entwickelt. Das Projekt "Living Rooms" von Sieglinde Rosenberger widmet sich dem Thema der "Zugehörigkeit im Wiener Gemeindebau" und entwickelt konkrete Maßnahmen zum Abbau von Vorurteilen. Für Mailath, der das GSK-Programm initiierte, hat sich die Wahl des Ausschreibungsthemas "Art(s)& Sciences" für die ersten beiden Ausschreibungen jedenfalls bestätigt: "Die Grenzüberschreitung zwischen den Disziplinen und die starke Rolle der Kunst haben in Wien eine große Tradition." Mit den 2008 und 2009 geförderten Projekten investiert die Stadt insgesamt rund 2,7 Millionen Euro in Projekte, die innovative Herangehensweisen zum Aufeinandertreffen von Wissenschaft und Kunst entwickeln. "Wien hat hier auch international gesehen etwas vorzuweisen", unterstrich Stampfer.

Art(s)& Sciences Call 2009: 1,35 Mio. Euro für 5 Projekte und 1 Fellowship

Mehr als 70 Förderansuchen mit einer insgesamt beantragten Fördersumme von rund 18,5 Mio. Euro wurden beim WWTF für den Art(s)&Sciences Call 2009 eingereicht, der Wettbewerb um die Fördermittel war entsprechend hart. Gefragt waren innovative und experimentelle Projektideen und Fellowship-Vorhaben, die wissenschaftlich und künstlerisch forschend an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst angesiedelt sind. Schließlich wurden fünf Projekte und ein Fellowship-Vorhaben vom hochrangig besetzten Programmbeirat unter der Leitung von Georgina Born (Professorin für Soziologie, Anthropologie und Musik, Universität Cambridge) zur Förderung ausgewählt. Das inhaltliche Spektrum der geförderten Vorhaben spannt einen breiten Bogen - vom Wesen der künstlerischen Forschungspraxis über die Auseinandersetzung mit modernen Architekturprojekten oder dem Thema Katastrophenvorsorge bis hin zur Methodenentwicklung, die auch in soziale Interventionen und öffentliche Räume geht; vom Gemeindebau bis zum Theatersaal. Informationen unter www.wwtf.at.

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