AKNÖ gibt Tipps zu Gewährleistung und Umtausch

Was tun, wenn das Geschenk defekt ist oder nicht passt?

Wien (OTS/AKNÖ) - Trotz Wirtschaftskrise wird auch heuer viel gekauft. Auf der Jagd nach Geschenken passieren aber mitunter Fehler:
Das Präsent passt nicht, gefällt nicht oder ist defekt. Und Umtauschen ist nicht so einfach, wie es klingt. Die AKNÖ informiert.

"Im Prinzip gibt es keinen rechtlichen Anspruch auf Umtausch, sofern die Ware keine Mängel aufweist. Viele Unternehmen sind jedoch so kulant und tauschen um. Aber man sollte unbedingt schon beim Kauf fragen und eine entsprechende Vereinbarung treffen und diese am besten schriftlich auf dem Kassabon vermerken lassen", rät AKNÖ-Konsumentenberater Mag. (FH) Manfred Neubauer.

Tipps für den Umtausch
- Die Originalrechnung ist beim Umtausch unbedingt notwendig, am besten sollte auch noch die Originalverpackung vorhanden sein. Dass die Ware keine Gebrauchsspuren aufweisen darf, ist selbstverständlich. Software wird meist nicht umgetauscht, wenn die Verpackung geöffnet wurde.
- Beim Umtausch haben KonsumentInnen keinen Anspruch darauf, den Wert der Ware in bar ausbezahlt zu bekommen, wenn sie nichts Passendes finden. Sie haben aber das Recht auf eine Gutschrift.
- Wenn man einen Umtausch beim Kauf vereinbart, sollte dies zum Vollpreis geschehen. Damit kann verhindert werden, dass der Umtausch zum nachweihnachtlichen Abverkaufspreis erfolgt.

Gewährleistung
Wenn die Ware Mängel aufweist, gibt es das Recht auf Gewährleistung. Der Mangel sollte möglichst rasch beim Händler reklamiert werden, zumindest aber innerhalb von sechs Monaten nach dem Kauf. Danach muss der Käufer beweisen, dass der Mangel schon beim Kauf vorhanden war. Ein mangelhaftes Produkt kann repariert werden oder es wird gegen ein makelloses ausgetauscht. Bei einem kleinen Mangel kann man Preisnachlass verlangen, in bestimmten Fällen bekommt der Konsument das Geld für die beschädigte Ware zurück. Die Gewährleistung ist kein freiwilliges Angebot der Geschäfte.
"Ein Händler ist verpflichtet, ein schad- oder mangelhaftes Produkt zwei Jahre lang zurückzunehmen. Dann muss es entweder repariert oder gegen ein neues getauscht werden", erklärt Neubauer. Bei Massenartikeln werden die Waren meist getauscht, bei teureren Geräten wird öfter repariert.

Gutscheine
Wer Gutscheine zu Weihnachten bekommt, sollte auf deren Ablaufdatum schauen. Steht keines drauf, sind sie 30 Jahre lang gültig. Einlösen kann man sie aber nur, wenn die Firma noch existiert.

Weitere wichtige Informationen finden Sie im "Umtausch Einmaleins" auf noe.arbeiterkammer.at

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ-Konsumentenberatung, Mag. (FH) Manfred Neubauer

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