Frauenberger/Kaufmann: Erste Details zur Naschmarkt-Sanierung

Wien (OTS) - =

KonsumentInnenschutzstadträtin Sandra Frauenberger
und die Bezirksvorsteherin von Mariahilf, Renate Kaufmann, stellen erste Details zur bevorstehenden Naschmarktsanierung vor. Rund 14,69 Millionen Euro werden Stadt und Bezirk zwischen 2010 und 2015 in die Generalsanierung des beliebten Wiener Marktes investieren. ****

Am Naschmarkt befinden sich rund 120 Marktstände, die zwischen 1910 und 1916 errichtet wurden. Seit 1919 besteht der Naschmarkt in seiner derzeitigen Größe. Nach hundert Jahren ist eine grundlegende infrastrukturelle Sanierung und Revitalisierung notwendig.

"Mit der Sanierung machen wir den berühmtesten Wiener Markt fit für die nächsten 50 bis 100 Jahre", erklären Stadträtin Frauenberger und Bezirksvorsteherin Kaufmann. Vor allem durch die technische Revitalisierung werde der Naschmarkt zum 'State of the art'-Markt. Alle Wasser- und Stromleitungen sowie Kanalisation und Regenwasserabfluss werden komplett erneuert. Die Errichtung einer modernen Abfallverdichtungsanlage wird auch zu einer erheblichen Ökologisierung des Marktes und zu mehr Kosteneffizienz bei der Abfallbeseitigung beitragen. "Durch die massive Verdichtung des Abfalls muss künftig viel weniger Müll abtransportiert werden, was erheblich Kosten spart", so Stadträtin Frauenberger. Eine komplette Oberflächensanierung - konkret wird die Oberfläche angehoben - wird den Naschmarkt außerdem barrierefrei machen.

"Die Wiener Märkte spiegeln die Offenheit und Buntheit der Stadt wider. In sie zu investieren, heißt auch einen Beitrag zur Erhaltung der Lebendigkeit und Vielfalt in dieser Stadt zu leisten", so Stadträtin Frauenberger und zur Sanierung des Naschmarktes ergänzt Bezirksvorsteherin Kaufmann: "Der neue Naschmarkt wird von seinem Flair nichts einbüßen. Die Neuerungen sollen seinen einzigartigen Charakter noch verstärken."

Ausweichcontainer und Info-Offensive für die StandlerInnen

Für die Wirtschaftstreibenden, die mit ihrem Stand unmittelbar von den Sanierungsarbeiten betroffen sind, wird es Ausweichcontainer geben. Manche StandlerInnen nutzen den Umbau auch für Erneuerungen an ihren Ständen.

Fix ist auch, dass die Revitalisierungsmaßnahmen zu keiner Anhebung der Marktgebühren führen werden, unterstreicht Stadträtin Frauenberger.

Im Jänner 2010 startet die MA 59 - Marktamt die Informationsmaßnahmen via Internet. Sowohl auf der Seite des Marktamtes (www.marktamt.wien.at) als auch auf den Seiten der IG Naschmarkt (www.wienernaschmarkt.eu) werden ständig aktuelle Infos über die Sanierungsarbeiten abzurufen sein.

Die Marktparteien werden schriftlich über alle Sanierungspläne und -phasen informiert. Außerdem wird es eine große Informationsveranstaltung für die StandlerInnen geben, die Marktamt und Wirtschaftskammer gemeinsam abhalten werden.

Zeitplan und Kosten

Der Spatenstich für die Umbauarbeiten soll im Sommer 2010 erfolgen, 2015 sollen die Arbeiten fertig sein und der Markt im neuen Glanz zu erstrahlen.

Nach einer mittlerweile durchgeführten Detailplanung werden sich die Gesamtkosten der Sanierung auf 14.685.100 Euro belaufen. Davon entfallen auf den Bezirk rund 3,3 Millionen Euro. Den Rest finanziert die Stadt über die MA 59.

Übrigens: Im April und Oktober 2008 wurden im Auftrag der MA 59 PassantInnenzählungen auf den Wiener Märkten vorgenommen. Die höchste BesucherInnen-Frequenz weist der Wiener Brunnenmarkt mit 59.000 PassantInnen pro Woche auf. Der Wiener Naschmarkt rangiert mit 58.000 BesucherInnen auf Platz 2.

Zahlen, Daten, Fakten zu Sanierung

o 2.050 Meter Kanalleitungen,
o 950 Meter Wasserleitung
o 5.750 Meter Stromleitungen

werden im Zuge der Sanierung verlegt.

o 5.950 m alte Leitungen werden demontiert.
o 1.400 m2 Betonsteine
o 2.930 m2 Betonfläche

werden entfernt und neu verlegt.

o 15.047 Tonnen Abbruchmaterial werden insgesamt anfallen.

Strukturkennzahlen Naschmarkt:

o derzeit 123 fixe Marktstände (unterschiedliche Eigentumsverhältnisse)
o 35 Landparteien und MarktfahrerInnen am Landparteienplatz

(Schluss) lac

Rückfragehinweis:

Rückfragen & Kontakt:

Maga Marianne Lackner
Mediensprecherin Stadträtin Sandra Frauenberger
Tel.: +43 1 4000 81853
e-mail: marianne.lackner@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0008