Strasser: Wirtschaftskriminalität in Europa bekämpfen

Aktuelle Umfrage belegt massive Sorge heimischer Unternehmen

Straßburg, 15. Dezember 2009 (OTS-PD) In einer Anfrage an die EU-Kommission verlangt ÖVP-Europaklubobmann Dr. Ernst Strasser Auskunft darüber, wie die Kommission der drohenden Gefahr der Wirtschaftskriminalität in der Europäischen Union begegnen will: "88 Prozent der österreichischen Unternehmen befürchten einen Anstieg der Wirtschaftskriminalität im Zuge der EU-Erweiterung. Das ist das Ergebnis der letzten Veröffentlichung des Top Manager Index TMI, einer gemeinsam von der Wirtschaftsuniversität Wien und dem Beratungsunternehmen A.T. Kearney vorgenommenen Untersuchung. Die EU-Kommission hat Auskunft darüber zu geben, ob diese Befürchtungen einem tatsächlichen Gefahrenpotential entsprechen und welche Gegenmaßnahmen zum Schutz unserer Unternehmen die Kommission zu setzen gedenkt", so Strasser. ****

Der Top Manager Index (TMI) ist die größte langfristig ausgerichtete Managerbefragung Österreichs, die heuer zum siebten Mal vom Institut für Unternehmensführung der WU Wien und der Managementberatung A.T. Kearney durchgeführt wurde. Die TMI-Umfrage wurde im Juli 2009 durchgeführt. 115 Manager der 500 Top-Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen wie Industrie, Dienstleistungen, Finanzen und Handel nahmen an der schriftlichen Befragung teil. Im Mittelpunkt der Befragung standen Themen rund um die Einstellung gegenüber der EU-Erweiterung, konkreten Maßnahmen österreichischer Unternehmen im Zuge der Wirtschaftskrise und Erfolgsfaktoren der Krisenbewältigung.

"Die Erhebungen des TMI haben seit 2003 eine gleichbleibende Konstante: Die Sorge der heimischen Unternehmen vor Wirtschaftskriminalität aus dem Osten. Auch 2008 betrug der Anteil der Manager, die sich dieser Bedrohung ihrer Wirtschaftsleistung ausgesetzt sahen, 87 Prozent. Diese Sorge darf nicht ignoriert werden", unterstrich Strasser. "Die EU-Kommission soll Auskunft darüber geben, inwieweit die seit Jahren geäußerten Befürchtungen der Realität entsprechen und ob der Kommission selbst entsprechendes Datenmaterial darüber vorliegt. Wenn das der Fall ist, dann ist die Kommission dringend aufgefordert, rasch einen entsprechenden Gesetzesvorschlag auf den Tisch, um unseren Unternehmen den notwendigen Schutz zu bieten", sagte Strasser abschließend.

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