Berlakovich: 200. Jungzüchterprofi ausgezeichnet

Erfolgreiche Bildungsprojekte für die österreichische Rinderzucht

Wien (OTS) - Im Rahmen des Programmes "Ländliche Entwicklung 2007
- 2013" werden von der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) in Zusammenarbeit mit dem Lebensministerium zukunftsorientierte Bildungsprojekte für die österreichische Rinderzucht umgesetzt. Im Startjahr 2008/09 fanden die rund 600 Veranstaltungen regen Zuspruch, denn 200 Jungzüchter und rund 15.000 Rinderzüchter nahmen an diesen teil. Der mittlerweile 200. Teilnehmerin der Ausbildung zum Jungzüchterprofi, Michaela Maislinger, überreichte Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich eine Urkunde anlässlich der erfolgreichen Absolvierung dieser Ausbildung.

"Die österreichische Rinderzucht zeichnet sich durch hohe Qualität, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit aus und hat sich auch auf ausländischen Märkten hervorragend behauptet. Bildung ist die beste Zukunftsinvestition. Deshalb unterstützt das Lebensministerium zukunftsweisende Bildungsoffensiven der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter", so Berlakovich.

Fortbildung auf hohem Niveau

Das Bildungsprogramm ist in drei Projekte gegliedert. Der "Jungzüchterprofi" ist speziell auf die Bedürfnisse ambitionierter junger Züchter im Alter von 14 bis 30 Jahren zugeschnitten. Die Lehrinhalte der insgesamt 17 Tage dauernden Ausbildung vermitteln -aufbauend auf die gute landwirtschaftliche Grundausbildung -Allgemeinbildung im landwirtschaftlichen Bereich (Agrarpolitik, Rhetorik, Öffentlichkeitsarbeit), Spezialwissen rund ums Rind (Zuchtarbeit, Tierernährung, Tierverhalten) und sehr viel Praxis. Die Teilnehmer profitieren von der guten Vernetzung von Agrarexperten mit den Landwirtschaftsschulen und der intensiven Zusammenarbeit mit den Jungzüchterclubs in ganz Österreich. Im Anschluss an die Lehrinhalte können die Jungzüchter im Rahmen des Kurses auf Landwirtschafts- bzw. Schulbetrieben die Theorie in die Praxis umsetzen. Als Ergänzung und zusätzliche Motivation zu dieser Ausbildung wird für die Jungzüchter nach dem letzten Ausbildungsmodul eine Exkursion zu den europäischen Institutionen nach Brüssel angeboten.

Moderne Werkzeuge für das Herdenmanagement

Das Bildungsprojekt LKV (Landeskontrollverband)-Herdenmanagement mit Gesundheitsmonitoring gibt den teilnehmenden Rinderzüchtern Tipps für die richtige Interpretation und Anwendung der Daten, die aus der Leistungsprüfung und dem Gesundheitsmonitoring für jeden Kontrollbetrieb ausgewertet werden. Für Züchter selbst sind diese Daten eine wertvolle Unterstützung für die Überwachung der Rinderherde. Ab Herbst 2010 wird auf der Internetplattform "Mein Betrieb im Internet" das Online-Programm zur Futterrationsberechnung in Betrieb gehen. Zukünftig können die Züchter gemeinsam mit dem Fütterungsberater die Berechnung direkt am Server vornehmen.

Züchterhandbuch und Online-Anpaarungsplaner erleichtern tägliche Zuchtarbeit

Im Rahmen des Projektes "Bildungsoffensive Rinderzucht" wird gemeinsam mit Bayern ein Online-Anpaarungsprogramm entwickelt. Das "Züchterhandbuch für den erfolgreichen Rinderzüchter", das auch praktische Anleitungen für die tägliche Zuchtarbeit enthält, konnte bereits einem Großteil der Rinderzüchter zur Verfügung gestellt werden.

Bildung und Einkommen in engem Zusammenhang

Die Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft sind ein wesentlicher Mehrwert für Österreichs Tourismuswirtschaft. Die österreichische Rinderzucht mit ihren 26.000 Zuchtbetrieben und 800.000 Zuchttieren ist ein Garant für gesunde, heimische und nachhaltige Lebensmittelproduktion. In den vergangenen Jahren wurden im Durchschnitt jährlich mehr als 20.000 Zuchtrinder in über dreißig Länder exportiert. "Für die Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter in Zusammenarbeit mit dem Lebensministerium und den Landwirtschaftskammern ist es ein großes Anliegen, ein vielfältiges und zukunftsorientiertes Bildungsangebot auch in Zukunft zu sichern, um unseren heimischen Züchtern die Erwirtschaftung entsprechender Einkommen zu ermöglichen", betont Obmann Ök.-Rat Anton Wagner.

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