ÖAMTC-Schutzwege-Test: Club überprüft zusätzlich Fußgängerübergänge in Salzburg, Klagenfurt und Graz (+Foto,+Grafik) (Teil 2)

Nationaler Vergleich - bester Schutzweg in Wien, Verbesserungsbedarf in Klagenfurt

Wien (OTS) - Neben den in der internationalen Eurotest-Serie überprüften Fußgängerübergängen in Linz und Wien hat der ÖAMTC auch eine Auswahl an Schutzwegen in anderen Landeshauptstädten getestet. Heuer hat der ÖAMTC zusätzlich die Schutzwege in den drei österreichischen Landeshauptstädten Graz, Salzburg und Klagenfurt überprüft, nächstes Jahr folgen die restlichen Landeshauptstädte. "Der beste Schutzweg von den derzeit getesteten fünf Städten ist in Wien an der Kreuzung Mariahilfer Straße / Neubaugasse. Gleichzeitig rundum grüne Ampeln für Fußgänger garantieren wenige Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern, die Sichtbedingungen sind bei Tag und Nacht sehr gut, der Zebrastreifen ist außerdem behindertengerecht gestaltet", lobt der ÖAMTC-Verkehrsexperte. Der schlechteste Schutzweg befindet sich in Klagenfurt. An der Kreuzung Karfreitagstraße / Paulitschgasse sorgen Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern und die schlechte Beleuchtung für Probleme.

Linz - akustische Signale helfen Menschen mit Sehbehinderung

In Linz gibt es eine Besonderheit für sehbeeinträchtigte Menschen. Akustische Signale helfen bei der Straßenquerung - allerdings nur "Einheimischen", die über den notwendigen Transmitter verfügen. Der schlechteste Schutzweg in der oberösterreichischen Landeshauptstadt befindet sich an der Kreuzung Kellergasse / Bockgasse. "Dort ist die Straßenmarkierung äußerst mangelhaft, die Gehsteigkante ist nicht abgesetzt, der Zebrastreifen daher nicht behindertengerecht", kritisiert der ÖAMTC-Verkehrsexperte und fordert eine Umgestaltung. Ein gut gestalteter Fußgängerübergang befindet sich in der Wankmüllerhofstraße vor der ÖAMTC-Zentrale.

Salzburg - viele Probleme zwischen Radfahrern und Fußgängern

"In Salzburg bringen die vielen Konfliktpunkte zwischen Radfahrern und Fußgängern Probleme", sagt der ÖAMTC-Experte. An der Kreuzung Saint Julien-Straße / Rainerstraße führt die geringe Schutzwegbreite zu Konflikten, an der Kreuzung Franz Josefskai / Griesgasse sorgen ein Würstelstand in Verlängerung des Schutzweges sowie eine verdrehte Ampel für Probleme zwischen Fußgängern und Radfahrern. Wie's richtig geht, zeigt hingegen die Kreuzung Paris Lodron Straße / Mirabellplatz: Bei abbiegenden Fahrzeugen gibt es kein Grün für Fußgänger.

Graz - zu langer Zebrastreifen am Bahnhof

Durchschnittlich schneiden die Zebrastreifen in Graz ab. Verbesserungs- bzw. Umgestaltungsbedarf ortet der ÖAMTC-Verkehrsexperte zum Beispiel am Bahnhof, wo die große Querungslänge für viele Fußgänger ein Problem ist.

Klagenfurt - je näher in der Stadt, desto dunkler

Klagenfurt verfügt neben dem schlechtesten auch über den insgesamt zweitbesten österreichischen Schutzweg - an der Kreuzung Viktringer Ring / Bahnhofstraße. "Insgesamt sind die Zebrastreifen aber mangelhaft beleuchtet. Je näher vom Bahnhof zum Stadtzentrum, desto schlechter ist die Beleuchtung", stellt der ÖAMTC-Experte fest. Die neugestalteten Schutzwege am "Neuen Platz" zeigen, wie es sein sollte.

Wien - Verbesserungsbedarf bei der Beleuchtung in der Nacht

Wien punktet mit der besten Schutzweg-Gestaltung. "Eine Schwäche ist die Beleuchtung bei Nacht", so Schneider. Der schlechteste der gesichteten Schutzwege in der Landeshauptstadt ist an der Kreuzung Apollogasse / Zieglergasse. "Dort sorgen ein Fahrradstellplatz, der auch von Motorrädern mitbenützt wird, und eine Telefonzelle für Sichtbehinderungen. Die Absenkung des Randsteins ist ebenfalls nicht ideal", kritisiert der ÖAMTC-Verkehrsexperte.

Insgesamt fordert Schneider eine generelle Überprüfung der vorhandenen Fußgängerübergänge in Österreich. "Ältere Zebrastreifen müssen an neue Gegebenheiten angepasst werden - zum Beispiel in der Breite, wenn durch Veränderungen wie durch den Umbau eines Bahnhofs die Anzahl der Fußgänger steigt", erklärt der Clubexperte abschließend. Die Gesamtbetrachtung aller österreichischen Landeshauptstädte erfolgt im kommenden Jahr.

Nähere Informationen zu diesem Test findet man unter www.oeamtc.at/tests .

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