ÖAMTC-Schutzwege-Test: Linz hinter Rotterdam auf Platz zwei, Wien auf Platz sieben (+Foto,+Grafik) (Teil 1)

Minus für Italien: schlechtester Schutzweg in Mailand, im Gesamtergebnis Neapel hinter Rom an letzter Stelle

Wien (OTS) - Europaweit verunglücken jährlich etwa 8.000 Fußgänger tödlich, ein Viertel davon auf den sogenannten "Schutzwegen". In Österreich verunglückten im Jahr 2008 insgesamt 20 Fußgänger am Schutzweg tödlich, heuer sind es bereits 16 (Quelle: BMI). Um die Sicherheit auf europäischen Schutzwegen zu erheben und Verbesserungskriterien zu eruieren, startete der ÖAMTC im Rahmen der Eurotest-Reihe gemeinsam mit europäischen Schwesterclubs im Jahr 2007 den europäischen Schutzwege-Test. Heuer wurden 310 Fußgängerübergänge in 31 Städten von 22 Ländern überprüft. "Im Gesamtranking schneidet Österreich sehr gut ab. Von den im internationalen Test geprüften Städten liegt Linz an zweiter Stelle, Wien auf Platz sieben", erklärt ÖAMTC-Verkehrsexperte Markus Schneider. Platz eins in der Gesamtwertung hält Rotterdam, wo Fußgängerübergänge über ausgezeichnete Beleuchtung und Sichtbeziehungen zwischen Lenker und Fußgänger, und auch über visuelle Warnleuchten verfügen. An dritter Stelle liegt Vorjahressieger London. Der sicherste Zebrastreifen befindet sich in Bratislava - er überzeugt durch eine ausgezeichnete behindertengerechte Ausstattung.

"Ein dickes Minus gibt es für die Schutzwege in Italien - unser südlicher Nachbar liegt sowohl bei der Gesamt- wie auch bei der Einzelwertung ganz hinten. Neapel an letzter und Rom an vorletzter Stelle sind Schlusslichter in der Gesamtwertung, die schlechteste Einzelwertung hält ein Fußgängerübergang in Mailand", erläutert der ÖAMTC-Verkehrsexperte. Insgesamt wurden von allen getesteten Fußgängerübergängen 184 (ca. 60 Prozent) mit "Gut" bis "Sehr gut" bewertet. "Leider gibt es auch 53 Bewertungen mit 'Genügend' bzw. 'Nicht genügend'", fasst Schneider die Ergebnisse zusammen. Geprüft wurden jeweils zehn Zebrastreifen am Weg vom Hauptbahnhof Richtung Zentrum. Kriterien waren die Sichtbarkeit tagsüber und nachts, die Gestaltung der Schutzwege und die Eignung des Fußgängerübergangs für mobilitätsbeeinträchtigte Personen.

Clubexperte fordert einheitliche Gestaltung und Vorrangregeln in Europa

"Schwierig bei den internationalen Vergleichen ist, dass sowohl die Gestaltung als auch die Benutzungsregeln in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich sind. So gibt es beispielsweise in Berlin bei Fußgängerampeln keinen Zebrastreifen", sagt der ÖAMTC-Verkehrsexperte. Ein Problem ist in vielen Ländern gleich:
Falschparker, die auf oder rund um Schutzwege die Sicht verstellen. Besonders problematisch für Touristen im Ausland ist außerdem, dass die Vorrangregeln nicht überall gleich sind. "Erstrebenswert sind eine europaweit einheitliche Gestaltung von Schutzwegen sowie allgemein gültige Vorrangregeln", formuliert der ÖAMTC-Verkehrsexperte die Clubforderung.

Nähere Informationen zu diesem Test findet man unter www.oeamtc.at/tests .

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