Krainer: Finanztransaktionssteuer auch ohne USA einführen

Die Arbeitnehmer werden die Zeche für die Krise nicht bezahlen

Wien (OTS/SK) - Wenn sich die USA oder andere Staaten nicht zur globalen Einführung einer Finanztransaktionssteuer (FTS) durchringen können, soll die EU die entsprechenden Schritt allein in die Wege leiten, geht es nach dem Willen von SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer. "Sollten sich die USA oder ein anderer Global Player gegen die weltweite Einführung der Finanztransaktionssteuer stellen, muss die EU den Mut aufbringen, selbst voranzugehen", forderte Krainer am Samstag. "Die Arbeitnehmer werden nicht die Zeche für maßlose Spekulation in unregulierten Märkten bezahlen", machte Krainer klar. ****

Die globale Einführung der FTS, so der SPÖ-Finanzsprecher, sei aktuell das große Ziel, dafür kämpfe die Sozialdemokratie mit Bundeskanzler Werner Faymann an der Spitze. Sollte dies nicht sofort möglich sein, müsse Europa voranschreiten. "Und wenn es notwendig ist, muss ein Land wie Österreich ein Zeichen setzen und die Steuer auf nationaler Ebene einführen", so Krainer. "Viele Skeptiker wurden bereits überzeugt, die SPÖ und die europäische Sozialdemokratie werden in der Frage jetzt nicht mehr nachlassen", kündigte Krainer an. Und selbstverständlich werde die SPÖ darauf schauen, dass ihr Koalitionspartner ÖVP in Brüssel die gemeinsame Linie in Sachen FTS nicht verlässt. (Schluss) gd

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