Beitrag von Holzprodukten zur positiven Klimabilanz berücksichtigen

Neben Wald als riesigem CO2-Speicher auch Einsatz von Holz und Holzwerkstoffen als CO2 Speicher

Wien (OTS/PWK981) - In der aktuellen Klimaschutzdiskussion geht
es um die Frage der Anrechnung von Wäldern als riesige CO2-Speicher und um die passende Berechnungsmethode. Unumstritten ist dabei die Tatsache, dass bei der Verbrennung von Holz von einer CO2 "neutralen " Bilanz auszugehen ist. Nicht ausdrücklich erwähnt wird aber in diesem Zusammenhang der positive Beitrag von Holzprodukten an sich. Denn der langjährige Einsatz von Holz und Holzwerkstoffen ist ebenfalls als CO2 Speicher zu werten und entsprechend zu bilanzieren. Dies sollte jedenfalls in die Verhandlungen eingebracht werden. Besonders wichtig sind auch die Ergebnisse der HoBi-Studie (?Holz-und Biomasseaufkommensstudie für Österreich"), um Österreichs Bekenntnis zu einer vermehrten Biomassenutzung als wichtige Klimaschutzmaßnahme im Rahmen der nachhaltigen Forstbewirtschaftung auf internationaler Ebene zu kommunizieren.

Bauen und Wohnen mit Holz muss in Österreich stärker gefördert werden
In Europa wurden bereits einige durchaus positive und beispielgebende Schritte gesetzt, die die Verwendung von nachhaltigen Baumaterialien wie Holz deutlich unterstützen. So hat Frankreich bereits 2001 definiert, dass 25% der öffentlichen Bauwerke bis 2010 mit Holz durchgeführt werden. Großbritannien hat 2007 festgelegt, dass alle Wohnheime bis 2016 eine CO2-neutrale Bauweise haben müssen. In der Steiermark gibt es ebenfalls seit Jahren eine Charta, welche vorsieht, dass bei öffentlichen Ausschreibungen des Landes Steiermark im mehrgeschossigen Wohnbau 20% in Holz gebaut werden. Ähnliche Vorgaben sollten in ganz Österreich gelten, um ein deutliches Signal für eine nachhaltige Zukunft zu setzen.

Die Österreichische Holzindustrie
Die österreichische Holzindustrie ist ein bedeutender und sicherer Arbeitgeber. In 1.500 Betrieben sind rund 31.000 Menschen beschäftigt und erwirtschafteten im Jahr 2008 von Produktionsvolumen von EUR 7,29 Mrd. Bemerkenswert ist dabei, dass sich die Betriebe fast ausschließlich in privater Hand befinden. Die Holzindustrie zählt zu jenen wenigen Industriezweigen, die in den vergangenen Jahren eine kontinuierlich positive Handelsbilanz aufweisen konnten (EUR 2,54 Mrd.; 2007). Gemeinsam mit den anderen Bereichen der Wertschöpfungskette Holz und Forst befindet sich der Außenhandelsüberschuss auf annähernd gleichem Niveau wie der Tourismus. Einen überzeugenden Beweis für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Holzwirtschaft stellt auch die Exportquote von 75% dar. (us)

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Fachverband der Holzindustrie Österreichs
Mag. Dolunay Yerit
Tel.:+43 (0)1 712 26 01-21
yerit@holzindustrie.at
www.holzindustrie.at

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