Tag der Menschenrechte: Das Minarettverbot und seine Folgen

"Religionsfreiheit ist die Voraussetzung für interreligiösen Dialog" Vortrag von Peter Zöhrer, FOREF Europa

Wien (OTS) - Vor 61 Jahren, am 10. Dezember 1948, wurde die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Sie ist in der Verfassung von über 90 Staaten verankert und dient seither als Leitfaden in Sachen Menschenrechte.

FOREF Europe ist bestrebt, die im Artikel 18 der UNO Menschenrechtsdeklaration garantierte Religionsfreiheit zu fördern:
"Jeder Mensch hat den Anspruch auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit. Dieses Recht umfasst die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, in der Öffentlichkeit oder privat, durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst, und Vollziehung von Riten zu bekunden."
Die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" wurde großteils von Religionsexperten entworfen. Trotz der darin enthaltenen klaren Richtlinien war die Menschheit in den vergangenen Jahrzehnten zahlreichen religiös motivierten Konflikten ausgesetzt; die Gefahr eines Religionskrieges schwebt nach wie vor als Damoklesschwert über unseren Häuptern. Es ist daher von ungeheurer Bedeutung, dass der interreligiöse Dialog konsequent gepflegt wird, um Missverständnisse zwischen Anhängern verschiedener Religionen zu verhindern bzw. auszuräumen. Ein bekannter Spruch lautet "durch das Reden kommen die Leute zusammen" - das ist eine einfache wie tiefsinnige Wahrheit.

Folgende Ereignisse der jüngsten Vergangenheit haben zu heftigen Diskussionen geführt und sogar Religionshass geschürt:

  • Die Mohammed Cartoons in Dänemark
  • Das Kreuzverbot in Italien, das nun den Europäischen Gerichtshof in Straßburg beschäftigt

- Das Minarettverbot in der Schweiz (57%), wo über 1 Million Schweizer(innen) der Bürgerinitiative "Gegen den Bau von Minaretten" ihre Stimme gaben.

Vom Standpunkt der UNO Menschenrechtsdeklaration gesehen besteht kein Zweifel daran, dass ein Bauverbot für Minarette eine Verletzung der Religionsfreiheit ist. Der Auslöser dafür liegt jedoch in der Tatsache, dass seit etlichen Jahren die Angst vor dem Islamischen Extremismus in Europa umgeht. Diese Angst ist berechtigt! Sie wird aber mitnichten dadurch beseitigt, dass Regierungen, Geistliche, die liberale Presse oder Menschenrechtsaktivisten unserer Bevölkerung gut zureden oder sie der "Intoleranz" und "Fremdenfeindlichkeit" bezichtigen.

Den Volltext des Vortrags finden Sie auf der Website von FOREF Europa: http://foref.info

Rückfragen & Kontakt:

FOREF Europa (Forum Religionsfreiheit Europa)
Peter Zöhrer Tel: 0664 5238794
E-Mail: manager@foref.info
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