Eisring Süd - Hoffen auf ein Weihnachtswunder

Wien (OTS) - Der Wiener Gemeinderat befasst sich eine Woche vor Weihnachten mit der geplanten Flächenumwidmung der bisherigen Sportstätte Eisring Süd in Baulandwohngebiet. Eine hitzige Debatte kann erwartet werden, denn die Umwidmung wird in der vorliegenden Form von den Oppositionsparteien DIE GRÜNEN, FPÖ und ÖVP abgelehnt.

Dazu die Mitorganisatorin der BI gegen die Verbauung des Areals Eisring Süd Dr. Andrea Konrad: "Anstatt, wie von Grete Laska der Vorgängerin von Stadtrat Oxonitsch vorgesehen, mit dem geplanten Wohnbau die Gegenfinanzierung zu einer Mehrzweckhalle durchzuführen, wäre es besser, mit öffentlichen Mitteln die Sportanlage zeitgemäß zu sanieren."

Hier in eine sportliche, gesunde Freizeitgestaltung zu investieren, erscheint ihr sinnvoller, als Steuergelder für vermeidbare körperliche und soziale Rehabilitation aufzuwenden.

Die Worte des Herrn Bundeskanzler Faymann: " Alle sieben Minuten kommt in Österreich ein Kind zur Welt. Wir alle sind dafür verantwortlich, wie die Kinder groß werden", wecken Zuversicht bei Dr. Andrea Konrad: "Das bedeutet auch, Kindern und Jugendlichen genügend Möglichkeiten zu bieten, um Altersentsprechenden (sportlichen-)Aktivitäten nachgehen zu können." Sie sehe dies als präventive Maßnahme gegen ein etwaiges Abgleiten in ein aggressives, vielleicht auch kriminelles Milieu.

Rund um den Eisring Süd herrscht jetzt eine rege Wohnbautätigkeit. Direkt gegenüber dem geplanten Einkaufszentrum entsteht ein im Herbst 2011 bezugsfertiger Neubau mit rund 350 Wohnungen und zahlreichen Geschäftslokalen. Weitere 5.000 Wohnungen werden in Favoriten durch die Neugestaltung des Südbahnhofs verfügbar.

In Anbetracht dessen, können die auf dem Areal Eisring Süd geplanten Wohnungen für die Stadtentwicklung nicht wirklich relevant sein, meint die Bürgerinitiative. Sie verweist darauf, dass wohnbauliche Erweiterung alleine nicht ausreicht. Um soziale Verträglichkeit zu sichern, sei es notwendig, der Bevölkerung zwischen den Ballungszentren öffentlich zugänglichen Raum zu belassen.

Dr. Konrad: "Eine gärtnerische Ausgestaltung zwischen den geplanten Wohnbauten und Parkanlagen würden keine Sportanlagen ersetzen. Genauso wenig wie das nahegelegene Erholungsgebiet am Wienerberg das tun würde. Im immer dichter besiedelt werdenden Umkreis sind öffentlich zugängliche Sportplätze dringend nötig."

Wie der Sportplatz nach einer unbedingt erforderlichen, zeitgemäßen, Revitalisierung aussehen könnte, zeigt die Bürgerinitiative auf ihrer Homepage www.sos-eisring-sued.at

Die Bürgerinitiative, die jedem Wiener Gemeinderatsmitglied geschrieben hat, hofft auf ein Weihnachtswunder. Dr. Konrad: " Über 1.900 Bürgerstimmen, die sich gegen eine Verbauung ausgesprochen haben, können doch in einer Demokratie nicht gänzlich unberücksichtigt bleiben?!"

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Dr. Andrea Konrad
Tel.: 0676 / 3727650

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