Leitl: Höhere Umsatzschwelle für Bilanzierungspflicht ist wichtige Erleichterung für Kleinbetriebe

Justizausschuss beschließt Erhöhung der Umsatzschwelle für Bilanzierungspflicht von 400.000 auf 700.000 Euro - WKÖ fordert weitere Maßnahmen zur Verwaltungsentlastung

Wien (OTS/PWK967) - "Der heutige Beschluss des
Justizausschusses, der eine Anhebung der Buchführungsgrenze vorsieht, ist ein weiterer wichtiger Schritt in die Richtung Verwaltungsentlastung speziell für Kleinbetriebe" begrüßt Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Novellierung des Rechnungslegungsrechts. "Die höhere Schwelle wird für tausende von Unternehmern, die sich in diesem Umsatzbereich befinden, eine spürbare Erleichterung bringen."

Aufgrund des geltenden Rechnungslegungsrechts sind grundsätzlich alle Unternehmer, die Einkünfte aus Gewerbebetrieb und Umsatzerlöse von mehr als 400.000 Euro im Geschäftsjahr erzielen, verpflichtet, die UGB Rechnungslegungsvorschiften einzuhalten. Das bedeutet konkret etwa die Umstellung auf die doppelte Buchführung, was gerade Kleinunternehmern hohe Verwaltungskosten verursacht und auch gravierende steuerliche Folgen nach sich zieht. Für Betriebe, die vor 2007 nicht im Firmenbuch eingetragen waren, sah der Gesetzgeber eine Übergangsfrist vor, die allerdings mit Ende dieses Jahres ausläuft. "Umso wichtiger ist es, dass die nunmehr beschlossene Schwellenanhebung pünktlich bis 1. Jänner 2010 in Kraft ist", so Leitl.

Ebenso seien nun rasch weitere Maßnahmen in Richtung Verwaltungsentlastung gefordert, wie sie im Regierungsübereinkommen zugesagt wurden: "Nach wie vor sind die Kleinbetriebe von der schwierigen konjunkturellen Situation betroffen und brauchen jede nur erdenkliche Unterstützung", so der WKÖ-Präsident abschließend. (SR)

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