ÖGKV reagiert auf Faymann Rede: Geld und Arbeitsplätze für die Pflege

Reaktion des ÖGKV auf Kanzler Faymanns Idee eines Generationenfonds

Wien (OTS) - Bundeskanzler Werner Faymann schlug in seiner
jüngsten Rede vor, einen Generationenfonds zur Finanzierung der Langzeitpflege und Betreuung einzurichten. 50.000 Vollarbeitsplätze sollen über einen 2-Milliarden Euro-Generationenfonds finanziert werden, eine Mrd. davon wird durch Umschichtungen aus dem Spitalsbereich, hoffentlich nicht durch rigorose Streichung von Fachpflegestellen gewonnen, eine weitere Mrd. soll aus einer neu zu schaffenden Transaktionssteuer lukriert werden.

Bundesweit sind derzeit fünf bis zehn Prozent der Fachpflegestellen unbesetzt. Gleichzeitig gestalten die Bundesländer die personelle Zusammensetzung der Pflege- und Betreuungsteams unterschiedlich.

"Die Versorgung unserer pflege- und betreuungsbedürftigen Mitmenschen ist nur gesamtgesellschaftlich zu lösen. Prinzipiell ist es möglich, am Arbeitsmarkt zur Verfügung stehende Personen in Pflegeberufen auszubilden. Gleichzeitig fehlen aber derzeit in Österreich grundlegende Steuerungsinstrumente zur Angebots- und Bedarfsplanung im Pflegebereich", stellt ÖGKV-Präsidentin Ursula Frohner fest.

Flächendeckende Leistungsangebote sind nicht gleichzusetzen mit bedarfsgerechten individuellen Pflege- und Betreuungsarangements. Besonders im mobilen Pflegebereich ist es derzeit kaum möglich, die Fachkompetenz ausreichend anzubieten. Die Erwartungen und Belastungen an die Beschäftigten in der extramuralen Pflege sind enorm, denn letztlich sind sie es, die politische Versprechungen täglich vor Ort umzusetzen haben.

Aus Sicht des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes (ÖGKV) ist es dringend notwenig, Ausbildungsinhalte im Langzeitpflegebereich zu ergänzen, die Beratungskompetenz der Fachpflege im Dialog mit den anderen Gesundheitsberufen einzusetzen und Pflege gemäß ihrer zentralen Verantwortung zu entlohnen.

Ein großer Wurf, der auch die Attraktivität der Pflegeberufe steigern würde, kann nur durch eine umfassende Ausbildungsreform gelingen, denn nur gute Ausbildung sichert den Arbeitsplatz.

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