BZÖ verlangt nach alarmierenden Integrationszahlen Integrationsvertrag und Green Card

Wien (OTS) - Angesichts der von OECD, Unterrichtsministerium und Wiener Stadtschulrat heute veröffentlichten alarmierenden Zahlen über den Anteil von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache verlangt das BZÖ sofort einen Integrationsvertrag für Migranten und eine Green-Card für Zuwanderer. Klubobmann Josef Bucher sieht hier ein massives Versagen der Zuwanderungs- und Integrationspolitik -speziell in Wien. Die Fakten: In Wien hatten im Juni 2009 bereits 49 Prozent aller Volksschüler eine andere Muttersprache als Deutsch, bei den Hauptschülern waren es 60 Prozent und an Polytechnischen Schulen 58 Prozent. Bundesweit ergibt das - ausgewertet nach "ausländischen Schülern und inländischen Schülern nichtdeutscher Muttersprache" -einen Anteil von 17,8 Prozent. Nach Bundesländern betrachtet gibt es in Wien mit 40,4 Prozent über alle Schularten den höchsten Anteil an ausländischen Kindern und inländischen Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache. An zweiter Stelle folgt Vorarlberg mit 19,6 Prozent, dann Salzburg (16,8 Prozent), Oberösterreich (13,7) und Tirol (13,0). Im Burgenland sind es 11,4 Prozent, in Niederösterreich 10,9 Prozent, in Kärnten 10,1 Prozent und in der Steiermark 9,2 Prozent.

Zusätzlich liefert Bucher auch detaillierte Informationen betreffend die Mehrheitsverhältnisse in mehreren Wiener Bezirken. Diese Daten fußen auf einer Anfragebeantwortung des Unterrichtministeriums. Der 20. Bezirk Brigittenau liegt beispielsweise mit seinen Anteilen von rund 75 Prozent (Volksschulen) bzw. rund 86 Prozent (Hauptschulen) an der Spitze. Darüber hinaus halte die Hälfte der Hauptschulen in der Brigittenau einen Anteil von über 90 Prozent an Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache.

Bucher warnt eindringlich "vor französischen Verhältnissen, wo die Vorstädte brennen, weil die Integration versagt hat". Das BZÖ verlangt daher einen strengen Integrationsvertrag, in dem ganz klare Kriterien aufgestellt werden müssen, die Migranten zu erfüllen haben, "um in Österreich bleiben zu dürfen". Dieser Vertrag solle von Jedem persönlich unterschrieben werden. Im Gegenzug habe der Staat die Verpflichtung, den bereits in Österreich befindlichen Migranten auch Chancen zu bieten. Hier müsse gerade in der Bildung und Berufsausbildung angesetzt werden, denn derzeit gebe es eine katastrophale Entwicklung.

"Wir brauchen gleiche Chancen für alle Kinder und nicht nur die ständig gleichen leeren Phrasen. Wer aber die Hilfe und das Angebot des Staates nicht annehmen will, kriminell wird oder sich auf unsere Kosten in die soziale Hängematte legt, der hat Österreich wieder zu verlassen", verlangt Bucher. Ebenfalls fordert der BZÖ-Klubobmann die Einführung einer Green-Card, um künftige Zuwanderung nach kanadischem Vorbild mittels eines klaren Punktesystems zu regeln. "Österreich muss sich, wenn es nach dem BZÖ geht, selbst aussuchen, welche Zuwanderer wir brauchen oder auch nicht benötigen. Mit dem Green-Card-Modell des BZÖ können wir in Österreich in Zukunft die Fehler der Vergangenheit vermeiden", betont Bucher.

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