Bundesheer: Militärisches Sanitätswesen wird Gesamtprüfung unterzogen

Rechnungshof bestätigt Notwendigkeit von Strukturänderungen

WIEN (OTS/BMLVS) - Das Bundesministerium für Landesverteidigung
und Sport sieht sich durch die Feststellungen und Empfehlungen des Rechnungshofes in der Notwendigkeit der geplanten Strukturveränderungen bestätigt. Bereits nach Vorlage des Rohberichts durch den Rechnungshof hat der Generalstab eine Gesamtprüfung des Sanitätswesens im Bundesheer eingeleitet. Es wurden vom Bundesheer auch bereits Maßnahmen gesetzt: Als erste Maßnahme auf die Empfehlungen des Rechnungshofes wurde die Verlegung des Militärspitals Innsbruck nach Schwaz (Tirol) gestoppt.

Ziel bleibt allerdings, die Empfehlungen der Bundesheer-Reform zum Sanitätswesen im Bundesheer Schritt für Schritt umzusetzen. Aufgrund des großen gesamtheitlichen Veränderungsbedarfs durch die Bundesheerreform sind massive Umstrukturierungsprozesse im Gange. Die gegenständliche Prüfung des Rechnungshofes erfolgte während der Planungs- aber auch zu Beginn der Umsetzungsphase für diesen Teilbereich. Das Bundesheer sieht die Empfehlungen als wichtige Orientierungshilfe in diesem Bereich.

Ferner ist festzuhalten, dass Militärspitäler nicht 1:1 mit zivilen Krankenhäusern vergleichbar sind. Militärspitäler müssen für die Soldatinnen und Soldaten, die im Inland und im Ausland eingesetzt sind, Kapazitäten für eine entsprechende medizinische Versorgung, auch Notfallversorgung im Katastrophenfall, bereithalten - das gilt insbesondere für die Grundwehrdiener, für deren Gesundheitsversorgung das Bundesheer per Wehrgesetz verantwortlich zeichnet. Im Katastrophenfall bei Versorgungsengpässen im zivilen Bereich stehen die Kapazitäten der Militärspitäler selbstverständlich auch der Zivilbevölkerung zur Verfügung.

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