Mölzer: Inakzeptable türkische Boykottaufrufe gegen die Schweiz müssen Folgen haben

Ankara sieht sich nicht als Teil Europas, sondern als Sprachrohr der islamischen Welt - Beitrittsverhandlungen mit der Türkei sind unverzüglich abzubrechen

Wien (OTS) - Wenn nun der türkische Europaminister Egemen Bagis
die islamischen Länder wegen des Minarettverbots zu einem Boykott der Schweizer Banken aufruft, dann sei das ein weiterer schlagender Beweis, wie fern die Türkei von Europa sei, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Wenn Bagis von 'Brüdern in den muslimischen Ländern' spricht, dann gibt er damit zu verstehen, dass die Türkei, die mit der EU Beitrittsverhandlungen führt, geistig-kulturell nicht im Abendland, sondern im Morgenland verhaftet ist. Offenbar sieht sich Ankara als Sprachrohr der islamischen Welt", fügte Mölzer hinzu.

Weiters wies der freiheitliche Delegationsleiter darauf hin, dass in der Türkei christliche Minderheiten im Alltag unter einer ganzen Reihe von Diskriminierungen zu leiden hätten. "Der Bau von Kirchen ist in der Praxis unmöglich und den Christen wird die Religionsausübung erschwert, wo es nur geht. Ankara ist daher gut beraten, vor der eigenen Türe zu kehren und den Christen, die heute ohnedies nur mehr eine verschwindend kleine Minderheit sind, endlich grundlegende Rechte zu gewähren", betonte Mölzer.

Das völlig inakzeptable Verhalten der Türkei gegenüber Bern müsse daher Folgen haben, auch wenn die Schweiz kein Mitglied der Europäischen Union sei, forderte Mölzer. "Die Boykottdrohungen bieten einen Vorgeschmack dessen, was die EU erwartet, wenn die Türkei eines Tages Mitglied sei sollte. Weil Ankara versuchen würde, ohne Rücksicht auf Verluste den Europäern die Bedingungen zu diktieren, müssen die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei unverzüglich abgebrochen werden", schloss der freiheitliche Europa-Abgeordnete.

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