Matznetter, Hubmann: Wirtschaft braucht umfassende Regelung für Gütezeichen

Blockade-Politik der Landwirtschaftsministeriums schadet Unternehmen und KonsumentInnen

Wien (OTS) - SPÖ-Wirtschaftssprecher und WKO-Vizepräsident Christoph Matznetter sprach sich heute, Donnerstag, für ein Gütezeichengesetz aus, das neben Gebrauchsgegenständen und Kosmetika jedenfalls auch Lebensmittel umfasst: "Wir brauchen keine halben Sachen, sondern eine Vollregelung, die KonsumentInnen umfassend informiert. Bei einer immer größeren Produktauswahl bei Lebensmitteln sind entsprechende Gütezeichen enorm wichtig: "Nur so schaffen wir Verbrauchersicherheit und gleichzeitig Transparenz für alle Marktteilnehmer." Das neue Gütezeichen würden außerdem sicherstellen, dass österreichische Qualität erhalten und offiziell ausgewiesen wäre - egal ob bei Käse, Milch, Eiern oder Fleisch.

In dem von Bundesminister Mitterlehner vorgeschlagenen Gütezeichengesetz sind Lebensmittel derzeit nicht erfasst. Vor allem das Landwirtschaftsministerium macht sich für diese Ausnahmeregelung stark - die fatale Folgen für KonsumentInnen wie Unternehmen hätte. "Diese Blockadepolitik verkennt die Notwendigkeiten unseres Marktes", kritisiert der Unternehmer Toni Hubmann ("Toni's Freilandeier"). "Wir brauchen neue Gütezeichen, denn derzeit gibt es nur das AMA-Gütesiegel. Das sagt allerdings nichts über den Einsatz von Gentechnik bei der Erzeugung aus, nichts über artgerechte Tierhaltung und kann als einziges Siegel auch nicht die Qualitätsstandards gänzlich verschiedener Lebensmittel für die Konsumenten leicht verständlich darstellen."

Matznetter und Hubmann unterstützen Bundesminister Alois Stöger in seinem Bestreben, das Gütezeichengesetz auch auf Lebensmittel auszuweiten. "Die klare Zuständigkeit von Bundesminister Stöger im Bereich der Lebensmittelsicherheit ist entscheidend für Klarheit am Markt und Sicherheit der KonsumentInnen. Die Fünf-Parteien-Entschließung im Konsumentenschutzausschuss des Parlaments vom 4.11.2009 ist ein klarer Auftrag und beweist:
Umfassende Lebensmittelkennzeichnung ist ein breit getragener Wunsch", so Matznetter. "Tausende KMU profitieren von ausgewiesener heimischer Qualität und damit von einer guten Gütezeichenregelung. Diese Unternehmen, die tausende Arbeitsplätze schaffen, dürfen wir nicht einfach im Regen stehen lassen", meint Unternehmer Toni Hubmann abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Maga. Julia Valsky
Julia.valsky@wirtschaftsverband.at
Tel.: 01 5224766 32

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WVO0001