Donnerbauer: Verbesserung für Kinder, die unter Scheidungskonflikt ihrer Eltern leiden

Kinderbeistands-Gesetz heute im Justizausschuss

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Eine wichtige Unterstützung für Kinder, die von Scheidungskonflikten betroffen sind, bietet das Kinderbeistands-Gesetz, das heute, Donnerstag, im Justizausschuss behandelt wird. Der Kinderbeistand soll in eskalierenden Obsorge-oder Besuchsrechtsstreitigkeiten als Sprachrohr des Kindes dienen und es im Verfahren entlasten, zeigte sich ÖVP-Justizsprecher Abg. Mag. Heribert Donnerbauer zufrieden über diese neue Regelung, die auf einem Modellversuch beruht. ****

Hintergrund des Gesetzes: Aus Anlass einer Kindesabnahme in Salzburg setzte das Bundesministerium für Justiz eine Arbeitsgruppe ein, die sich mit der Frage beschäftigte, wie die Situation für Kinder, die unter dem eskalierten Scheidungskonflikt ihrer Eltern leiden, verbessert werden könnte. Diese Arbeitsgruppe empfahl unter anderem den Einsatz eines Beistands für Kinder im Gerichtsverfahren. Von 1. Jänner 2006 bis 30. Juni 2008 wurde im Rahmen eines vom Bundesministerium durchgeführten Modellprojekts das Institut eines "Kinderbeistands" in der Praxis erprobt. Dieses wurde vom Familienressort mitfinanziert und sozialwissenschaftlich begleitet. Das Modellprojekt war ursprünglich an vier Standorten eingerichtet und auf einen Zeitraum von achtzehn Monaten (bis 30. Juni 2007) angelegt. Es wurde in weiterer Folge räumlich auf 24 weitere Bezirksgerichtssprengel und zeitlich bis 30. Juni 2008 ausgedehnt.

Die am Modellprojekt beteiligten operativen Träger (im Burgenland:
Verein "Rettet das Kind"; in Salzburg: Verein "Rainbows"; in Vorarlberg: Institut für Sozialdienste Vorarlberg gemGmbH; in Wien:
Arbeitsgemeinschaft Psychoanalytische Pädagogik - APP) machten den Gerichten Kinderbeistände für bestimmte Minderjährige namhaft und sorgten für eine reibungslose Abwicklung des Modellprojekts am jeweiligen Standort. Diese Träger waren Auftragnehmer des Bundesministeriums für Gesundheit, Familie und Jugend. Das Modellprojekt wurde von einer sozialwissenschaftlichen Forschung (Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie, IRKS) begleitet.

"Nach den Ergebnissen dieser Begleitforschung haben alle involvierten Personen - Eltern, Kinder, Richterinnen und Richter sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter der Jugendwohlfahrt - die Tätigkeit der Kinderbeistände als Unterstützung für die Kinder erfahren. Auch hat sich gezeigt, dass der Kinderbeistand in der überwältigenden Mehrheit der über 70 dokumentierten Fälle den Kindern Unterstützung und Entlastung geboten hat", erläuterte Donnerbauer.

Die Kosten für den Kinderbeistand werden zwischen den Elternteilen mit einem Betrag von je 400 Euro aufgeteilt. Können diese sich die Summe nicht leisten, so besteht die Möglichkeit einer - auch teilweisen - Verfahrenshilfe.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0001