Nuntius beeindruckt von der "lebendigen Kirche" in Salzburg

Antrittsbesuch von Erzbischof Zurbriggen in der Erzdiözese Salzburg

Salzburg, 03.12.2009 (KAP) "Ich bin beeindruckt von dieser lebendigen Kirche in Salzburg", sagte der Apostolische Nuntius, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, bei seinem Antrittsbesuch in Salzburg. In der Erzdiözese Salzburg geschehe ungeheuer viel Positives, betonte Zurbriggen. Zwei Tage hatte der Nuntius die älteste österreichische Diözese besucht.

Die erste Station des Nuntius in Salzburg war das Konsistorium, das engste Beratungsgremium von Erzbischof Alois Kothgasser. Die Mitglieder des Konsistoriums berichteten über ihre Arbeitsgebiete. Zurbriggen würdigte deren Kompetenz und den "effizienten Einsatz für die Kirche".

Er verstehe sich als Brückenbauer zwischen der Kirche in Österreich und dem Zentrum der Weltkirche, was allein schon durch seinen Namen Zurbriggen ausgesagt sei, betonte der Nuntius. In der Kirche müsse vor allem das viele Positive gesehen werden, das in den Pfarren geschieht, dann könnten auch anstehende Probleme "miteinander gelöst" werden.

Domdechant Matthäus Appesbacher und Dompfarrer Balthasar Sieberer führten Zurbriggen, der von Nuntiaturrat Msgr. Christoph Kühn begleitet wurde, durch den Salzburger Dom. Im Erzstift St. Peter präsentierten Erzabt P. Bruno Becker und Prior P. Korbinian Birnbacher viele Kunstschätze und bibliophile Kostbarkeiten, darunter ein Noten-Manuskript des zwölfjährigen Mozart. Erzabt Becker überreichte dem Nuntius das neueste Werk aus dem "Eos"-Verlag, die Tagebücher des Abtes Dominik Hagenauer.

Beim abendlichen Pontifikalamt des Nuntius war die Stiftskirche St. Peter überfüllt. Zurbriggen dankte in seiner Predigt für das vielfältige Engagement in Pfarren und Gemeinschaften, und sagte allen, die das Apostalat der Kirche mittragen, ein herzliches "Vergelt's Gott".

Salzburg sei seit 1.300 Jahren ein Zentrum der Christenheit und habe schon früh Partnerschaften mit Diözesen der Weltkirche aufgebaut, unterstrich der Nuntius. Als einer der ersten Diözesen seien in Salzburg die Wegweisungen des Zweiten Vatikanischen Konzils in einer Diözesansynode aufgegriffen worden, hob Zurbriggen hervor. Das gelebte Apostolat sei der Schlüssel für die Verbreitung des Evangeliums. Das Glaubenszeugnis der Laienchristen sei unverzichtbar, sie seien Mitträger der Sendung Christi. In dieser Sendung müssten heute auch Werte wie der Schutz des Lebens, die Ehe und die Familie verteidigt werden.

Die Kirche von Salzburg wird weiterhin lebendig bleiben, wenn sie treu auf Christus schaut und ihre Glieder so zum Salz der Erde werden, schloss er. Ausdrücklich dankte Nuntius Zurbriggen am Schluss des Gottesdienstes für die persönliche Ermutigung, die er selbst von der Feier mitnehme.

Mit einer Führung durch die Abtei der Benediktinerinnen am Nonnberg, wo Erzbischof Kothgasser die versammelten Schwestern als die wahren Schätze des Klosters bezeichnete, einem Gespräch mit Landtagspräsident Simon Illmer und einer Begegnung mit den Oberen der Salzburger Orden klang die Salzburg-Visite aus. Erzbischof Kothgasser dankte dem Nuntius für die Offenheit, mit der er der Kirche von Salzburg begegnet war.

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