Neue Volkshilfe-Kampagne mit Margit Fischer präsentiert

Armut tut weh, auch in Österreich. Margit Fischer stellt sich erneut für eine Kampagne der Volkshilfe zur Verfügung.

Wien (OTS) - Margit Fischer, seit 2004 die Schirmfrau der
Volkshilfe - Kampagne "armut tut weh", schaut nicht weg, sondern unterstützt auch die neue Kampagne der Volkshilfe. Die Frau des österreichischen Bundespräsidenten zum Neustart der Kampagne: "In der Krise steigen Armut und Arbeitslosigkeit. Das ist schlimm genug, daher muss auch unser Verantwortungsgefühl für die betroffenen Menschen steigen", so Margit Fischer.

Der Präsident der Volkshilfe Österreich, Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer, spricht "von der Schande der Armut, die auch in unserem Land nicht beseitigt ist. Auch in Österreich müssen Menschen unter unfassbaren Bedingungen leben, die auch schwere gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Dagegen müssen wir alle etwas unternehmen."

Die neue Kampagne.

Die neue Kampagne wurde von der Agentur BLINK und Ossi Kubinecz kostenlos entwickelt und vom Fotografen Christof Wagner zu Materialkosten fotografiert. Im Dezember läuft eine österreichweite Plakatierung mit mehr als 2000 16 Bogen-Plakaten, die Kampagne wird durch Poster, Gratisinseraten, Banner und einem TV-Spot unterstützt.

Dank allen Sponsoren und Unterstützern.

Bank Austria, gewista, ÖBB-Holding AG, partylite und die Wiener Städtische Versicherung haben die Kampagne ermöglicht.
Dem ORF, den österreichischen Privatsendern und Madonna danken wir für die Medienpartnerschaft. Weiters der BAWAG PSK und der Post AG für die Auflage der Zahlscheine, Ankünder und Werbepartner für zusätzliche Plakatflächen.

Ebenso danken wir den Kooperationspartnern Pearle Optik und der Intersport Eybl Plattform "love your life".

Weiters unterstützen Libro, die Österreichische Kontrollbank AG und Draxler & Zehetner Consulting Network die Kampagne.

Wann ist man in Österreich arm?

Bei einem Einpersonenhaushalt liegt die Schwelle zur Armutsgefährdung bei einem Einkommen von 912 Euro, 12-mal im Jahr. Bei Mehrpersonenhaushalten erhöht sich dieser Betrag um 456 Euro pro Erwachsenen bzw. um 274 Euro pro Kind. Rund 300.000 Menschen haben nicht mehr als 600 Euro zur Verfügung.

  • 398.000 Menschen in Österreich sind akut von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen, Frauen stärker als Männer. 25% der Armutsbevölkerung sind Kinder. Ihre Eltern sind erwerbslos, allein erziehend, zugewandert oder haben Jobs, von denen sie nicht leben können
  • 95.000 Kinder und Jugendliche sind manifest arm
  • 97.000 Personen im Pensionsalter (davon 53.000 Frauen) leben in akuter Armut
  • 84.000 Erwerbstätige sind arm trotz Arbeit (Working Poor)
  • 82.000 Menschen mit Behinderungen müssen in Armut leben

Bei einem Drittel der Betroffenen hat sich die Armut manifestiert, sie haben kaum Chancen, den Bedingungen von Armut und Ausgrenzung zu entkommen. Die Hälfte aller akut armen Personen ist dieser Situation für zumindest ein Jahr ausgesetzt.

Wer ist armutsgefährdet?

Nach wie vor ist Armut weiblich, haben Frauen ein höheres Risiko, unter die Armutsgefährdungsschwelle zu fallen. Alleinerziehende Mütter, MigrantInnen, Familien mit mehreren Kindern, (langzeit)arbeitslose Menschen, behinderte und teilweise alte Menschen sind oft von Armut betroffen. Sie wenden sich an die Volkshilfe mit der Bitte um Hilfe und Unterstützung.

Wie wird geholfen?

Die Volkshilfe verfügt durch ihre föderale Struktur über ein dichtes Netz an Sozialstationen und lokalen Vereinen. Durch die mobile Pflege und Betreuung, aber auch durch Zusammenarbeit mit zahlreichen ehrenamtlichen FunktionärInnen sind die MitarbeiterInnen der Volkshilfe sehr nahe bei den Menschen und wissen, wo der Schuh drückt. Durch die regionale Präsenz der Volkshilfe wissen die Menschen, wo sie sich in einer Notlage hinwenden können.

Spendengelder werden über die lokalen Strukturen der Volkshilfe in Österreich an Menschen in akuter Armut ausgeschüttet. Das spart Kosten und hat sich sehr bewährt. Anträge auf Unterstützung werden vor Ort überprüft, die Möglichkeiten institutioneller Hilfe werden abgeklärt. Dann wird finanzielle Unterstützung gewährt bzw. werden Sachleistungen zur Verfügung gestellt (Lebensmittel, Putzmittel, Kleiderspenden und Gutscheine). Die sparsame Gebarung wird durch das Österreichische Spendengütesiegel bestätigt.

Seit 2004 wurden rund Euro 640.000 zur Auszahlung an bedürftige Menschen in Österreich aufgebracht und in 2.100 Fällen wurden die Anträge positiv entschieden.

Die Volkshilfe als eine der großen Sozialorganisationen des Landes engagiert sich seit 1947 im Kampf gegen Armut und Ausgrenzung in Österreich und auch in zahlreichen Projekten im Ausland. Durch die Armutskampagne mit Margit Fischer hilft die Volkshilfe bedürftigen Menschen in Österreich.

Weitere Informationen unter http://www.volkshilfe.at

Volkshilfe Spendenkonto: PSK 90.175.000; BLZ 60000
(Ihre Spende ist steuerlich absetzbar)

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=43&dir=200912&e=20091203_v&a=event

Rückfragen & Kontakt:

Erwin Berger, MAS
Leiter Kommunikation Volkshilfe Österreich
Mobil: 0676 83 402 215;
E-Mail: erwin.berger@volkshilfe.at

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