Konzernbetriebsräte solidarisch mit Shell-Belegschaft

Konkrete Aktionen in Vorbereitung

Wien (OTS) - (GPA-djp/ÖGB). "Unsere Solidarität gehört den Beschäftigten des Shell-Schmiermittelwerkes in Wien Donaustadt", so die klare Botschaft zahlreicher KonzernbetriebsrätInnen in der GPA-djp im Rahmen ihrer heutigen Jahreskonferenz. Mehr als deutlich machten die Konzern- und Euro-Betriebsräte aus mehr als 70 multinationalen Unternehmensgruppen aus allen Branchen klar, dass mitten in der schärfsten Wirtschaftskrise die Praxis ferner Konzernzentralen, ganze Werke trotz positiver Bilanzen kurzerhand und ohne vorherigem Dialog mit den Betroffenen, einfach zuzusperren, sicher nicht kommentarlos hingenommen wird.++++

"Was ist da von der viel beschworenen sozialen Verantwortung der Unternehmen zu halten" so Ingrid Stipanovsky, Vorsitzende der Konzernbetriebsrates sowie des Europa-Betriebsrates beim Pharmariesen Novartis. "Das können und das werden wir so nicht hinnehmen. Wenn das die Regel wird, dann wird das morgen andere treffen. Hier müssen alle rechtlichen und gewerkschaftlichen Möglichkeiten auf nationaler und europäischer Ebene ausgeschöpft werden, um dieser zunehmenden Tendenz ferner Konzernzentralen einen Riegel vorzuschieben, die meinen ohne 'wenn und aber' über die Köpfe der Betroffenen hinweg über das Schicksal ganzer Belegschaften entscheiden zu können."

"Bei verbalen Ansagen darf es in der Causa Shell nicht bleiben, engagiert handeln ist jetzt angesagt", so Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer in der GPA-djp. Die GPA-djp wird gemeinsam mit der PRO-GE nicht nur in Österreich, sondern auch auf europäischer Ebene die Öffentlichkeit suchen und entsprechende Aktionen vorbereiten, um die unsoziale Praxis des Shell Managements aufzuzeigen.

"Es ist unser Ziel, diese auch wirtschaftlich unvernünftige Unternehmensentscheidung zu bekämpfen, gut dabei die BetriebsrätInnen zahlreicher anderer internationaler Konzerne hinter sich zu wissen", bekräftigt Proyer abschließend.

ÖGB, 3. Dezember 2009 Nr. 739

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