Sozialbereich: Unterbrechung der Lohn- und Gehaltsverhandlungen

Keine Einigung zwischen der Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe und der Gewerkschaft erzielt

Wien (OTS) - "Die Kollektivvertragsverhandlungen zwischen der Gewerkschaft und den Unternehmungen der Sozialwirtschaft, vertreten durch die Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS), gestalten sich heuer besonders schwierig. Die Sozialbranche ist durch die angespannten öffentlichen Haushalte besonderen Spannungen ausgesetzt. Die wirtschaftlichen Möglichkeiten bilden deshalb einen Kernbereich der Verhandlungen. Zurzeit liegen die Positionen so weit auseinander, dass es trotz eines guten Gesprächsklimas nicht gelungen ist, eine Einigung zu erzielen. Aus diesem Grund mussten schlussendlich auch die KV-Verhandlungen unterbrochen werden", fasst Wolfgang Gruber, Verhandlungsführer auf ArbeitgeberInnenseite, den aktuellen Stand der Kollektivvertragsverhandlungen zusammen.

Zu den geforderten Lohn- und Gehaltserhöhungen kommen von Gewerkschaftsseite noch weitere materiellrechtliche Änderungen, die zusätzliche Kosten verursachen würden. "Als Träger privater Sozial-und Gesundheitseinrichtungen sind wir uns der großen Bedeutung der MitarbeiterInnen für die Erbringung qualitativ hochwertiger Dienstleistungen bewusst. Gerade in Krisenzeiten muss aber auch auf einen sehr effektiven Mitteleinsatz geachtet werden", unterstreicht Walter Marschitz, stellvertretender Vorsitzender der Berufsvereinigung, die Notwendigkeit eines ausgewogenen Kosten-Nutzen-Denkens.

Die Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS) wurde im Bestreben, gleiche Arbeitsbedingungen für gleiche Tätigkeiten in ein und derselben Branche zu schaffen, im Februar 1997 mit freiwilliger Mitgliedschaft gegründet. Sie verhandelte in der Folge mit den Fachgewerkschaften GPA-DJP und Vida einen bundesweiten Kollektivvertrag für den gesamten Bereich der Gesundheits- und Sozialen Dienste einschließlich Behindertenarbeit, der Kinderbetreuung und Jugendwohlfahrt sowie der Arbeitsmarktpolitischen Dienstleistungen. Mit der Satzung des BAGS Kollektivertrages unterliegen mehr als 75.000 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen dem BAGS Kollektivvertrag.

Rückfragen & Kontakt:

Generalsekretariat der Berufsvereinigung von Arbeitgebern für
Gesundheits- & Sozialberufe (BAGS)
Mag.a Maria Lenglachner
Tel.: 01 402 62 09 21, Mobil: 0676 83 402 221
maria.lenglachner@bags-kv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0002