Regner: Schlupflöcher am Finanzmarkt eliminieren

EP-Bericht zur Richtlinie über Manager alternativer Investmentfonds vorgestellt- "Es bleibt noch viel zu tun"

Wien (OTS/SK) - "Es darf nicht zu einer nur scheinbaren Sicherheit am Finanzmarkt kommen", so Evelyn Regner, die Verhandlungsführerin der Sozialisten und Demokraten im Rechtsausschuss, anlässlich der Vorstellung des Berichts des hauptverantwortlichen Wirtschaftsausschusses im Europäischen Parlament (EP) zur Richtlinie über Manager alternativer Investmentfonds. "Die Richtlinie stellt einen ersten Schritt dar, führt jedoch nicht zur notwendigen Änderung des Finanzmarktsystems zugunsten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Auch in Richtung mehr Transparenz und Information sowie strengere Beaufsichtigung ist noch viel zu tun", so Regner. "Es ist wichtig, dass Schlupflöcher in der Regulierung der Hedge Fonds und Private Equities eliminiert werden - die vom EVP-Berichterstatter vorgesehene Abschaffung von Schwellenwerten ist daher begrüßenswert. Wünschenswert wäre jedoch ein Ansatz bei der Regulierung der Fonds selbst", so Regner. ****

"Wir müssen die Lehren aus der Finanzkrise konsequent ziehen. Daher sind frühere Informationen für Arbeitnehmer und Kleinanleger sowie Veröffentlichungspflichten von heimlichen Aufkäufen und schädlichen Leerkäufen bei privaten Beteiligungsgesellschaften notwendig", zeigt die EU-Abgeordnete bestehende Mängel der Richtlinie auf. "Im Richtlinien-Entwurf wurden systemische Risiken bisher großteils ausgeklammert, die die Krise mitverursacht haben", bedauert Regner, die sich als Verfasserin einer Stellungnahme im Rechtsausschuss des EP für die Beschränkung des Einsatzes von Fremdkapital einsetzt.

"Es ist zu begrüßen, dass wir mit der Richtlinie einen Schritt näher an einer umfassenden EU-weiten Regelung sind", zeigte sich Regner erfreut. Nun ist dafür zu sorgen, dass ausnahmslos alle alternativen Investmentformen inkludiert werden und keine Ausnahmen geschaffen werden. Zudem müsse eine Regelung für Fonds, die in EU-Drittländern angesiedelt sind, gefunden werden. "Im Sinne der Menschen in Europa ist es unsere Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Spekulationen am Finanzmarkt nicht frisch und fröhlich weitergehen", so Regner abschließend. (Schluss) as

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