Aubauer zu Pensionsanweisungen: Gutes Gesetz, mangelhafte Durchführung

Viele Pensionisten haben Pension heute nicht am Konto - Telefone im Seniorenbund laufen heiß

Wien (OTS) - "Im Seniorenbund laufen seit den frühen Morgenstunden die Telefone heiß: 'Heute ist der Monatserste und ich hab die Pension nicht am Konto!'", beschreibt Mag. Gertrude Aubauer, ÖVP-Seniorensprecherin und Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes die Situation, die heute Dienstag unter den Pensionisten für große Aufregung sorgte.

"Schuld ist jedoch nicht die böse EU, wie so mancher heute behauptet, sondern die mangelhafte Durchführung eines grundsätzlich guten österreichischen Gesetzes. Im Laufe des heutigen Tages müssen jedenfalls lt. Gesetz alle Pensionen wertgestellt auf den Konten zur Verfügung stehen. Auch die Pensionsversicherungsanstalt bestätigt, die Anweisungen rechtzeitig durchgeführt zu haben", beruhigt Aubauer.

"Das Gesetz ist nämlich gar nicht das Problem! Wirklich kritisieren müssen wir hier die Durchführung! Die Bankkunden wurden gar nicht, schlecht oder sogar falsch informiert. Und die Pensionsempfänger wurden ebenfalls in unbefriedigendem Maße darauf hingewiesen, dass es für sie zu Änderungen kommt. Diese Aufregung hätte man sich leicht ersparen können", erklärt die Seniorensprecherin.

Aubauer empfiehlt den Bankkunden, unbedingt auch Ihre eigenen Daueraufträge u.ä. anzupassen: "Seit Inkrafttreten des Gesetzes müssen Überweisungen binnen eines Tages (bei Erlagscheinen binnen zwei Tagen) durchgeführt und wertgestellt werden. Sie können daher jetzt auch ihre eigenen Zahlungen später durchführen. Natürlich nutzen auch die auszahlenden Stellen diese Möglichkeit und weisen daher zB Pensionen jetzt später an."

Zum Hintergrund:

Seit November ist das neue Zahlungsdienstegesetz in Kraft, das zur Umsetzung einer EU-Richtlinie beschlossen wurde. Diesem Gesetz und im selben Atemzug der EU wird heute bei der Beantwortung der Senioren-Anfragen die Schuld in die Schuhe geschoben. Die Neuregelung des Zahlungsverkehrs war vor allem eine kundenfreundliche Idee.

"Früher konnte man die Pensionen zwar schon um den 25. auf dem Kontoauszug sehen, die Beträge waren jedoch nicht wertgestellt, das heißt sie konnten nicht zinsfrei behoben werden. Dadurch tappten viele Bankkunden in die Zinsfalle. Damit hat das Gesetz Schluss gemacht", so Aubauer abschließend.

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