Auftakt zum ÖVP-Grundsatzprogramm III – Pröll: Erfolg braucht Werte, Grundsätze und harte Arbeit

Tradition braucht Erneuerung

Wien, 27. November 2009 (ÖVP-PD) "Für Erfolg braucht es Werte, Grundsätze und harte Arbeit", betonte ÖVP-Bundesparteiobmann Josef Pröll beim Auftakt zum neuen ÖVP-Grundsatzprogramm, zu dem die Landesparteiobmänner Landeshauptmann Josef Pühringer, LH-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer, Staatssekretärin Christine Marek, LH-Stellvertreter Wilfried Haslauer, LH-Stellvertreter Josef Martinz und LH-Stellvertreter Franz Steindl gekommen waren, ebenso wie die Bünde-Obleute Außenminister Michael Spindelegger, Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch, Wirtschaftsbund-Obmann Christoph Leitl, Seniorenbund-Obmann Andreas Khol, Frauen-Chefin Maria Rauch-Kallat und JVP-Chef Sebastian Kurz sowie die gesamte ÖVP-Regierungsmannschaft und Nationalratspräsident Fritz Neugebauer. ****

"Daher freue ich mich, dass wir heute den Auftakt für die Weiterentwicklung unseres Grundsatzprogramms und unserer Vorstellungen über die Zukunft Österreichs geben können." Ab heute wird sich die ÖVP zwei Jahre lang zusammensetzen und ihre Grundsätze überprüfen, "ob sie noch immer gültig und aktuell sind, und wie wir als christdemokratische Bewegung neuen Entwicklungen in Gesellschaft, Technologie oder Wirtschaft begegnen. Politik muss
das Leben verstehen, nicht umgekehrt. Tradition braucht
Erneuerung", führte Pröll weiter aus. ****

Die ÖVP versteht sich als moderne, konservative Partei, die sich neuen Realitäten nicht verschließt. Die Renaissance der christdemokratischen Parteien zeigt, wie auch die Krise der Sozialdemokratie: Die Menschen vertrauen jener Politik, die sich zu Werten und Traditionen bekennt, die für Werte steht und sie täglich lebt. "Wir werden daher keine beliebige Diskussion führen, denn unsere christlichen und konservativen, sozialen und liberalen Werte bleiben in der ÖVP fest verankert", stellte der ÖVP-Bundesparteiobmann klar und betonte: "Unsere Grundsätze sind das Fundament, auf dem das Haus ÖVP gebaut ist. Dieses Fundament wollen wir festigen, um das Haus noch größer zu bauen."

Diskussion hat in der ÖVP Tradition, ebenso wie die Beschäftigung mit neuen Lebenswelten und geänderten Alltagsrealitäten für die Menschen, "denn wir geben Antworten auf Basis traditioneller Werte. Handeln und nicht Weglaufen muss die Devise sein. Wir brauchen keine neuen Grundsätze, aber die Grundsätze brauchen uns – heute mehr denn je", unterstrich Pröll.

Mit jedem neuen Grundsatzprogramm hat die ÖVP eine Erneuerung Österreichs eingeleitet und sich den Herausforderungen der Zukunft gestellt. Aber auch die Geschichte Österreichs ist fest mit der ÖVP verbunden, die immer wieder erfolgreich Brücken gebaut und für Kontinuität gesorgt hat. "Die Partei wie auch unser Land waren immer geprägt von Männern wie Leopold Figl, Luis Weinberger oder Felix Hurdes, die aufrecht für Österreich und gegen den Nationalsozialismus eingestanden sind", würdigte der Bundesparteiobmann die Verdienste jener bekannten ÖVP-Mitglieder, "und geprägt von Frauen wie Grete Rehor, erste Bundesministerin der Republik, Marga Hubinek, erste Frau im Präsidium des Nationalrats, oder auch Waltraud Klasnic, die zur ersten Landeshauptfrau der Republik gewählt wurde."

Immer wieder hat die Volkspartei die Umbrüche der Vergangenheit, sei es etwa des Ende des Eisernen Vorhanges 1989, konstruktiv genützt und versucht, aus dieser Aufbruchstimmung ein neues Österreich zu gestalten. "Auf Sozialismus und destruktive Bewegungen gaben wir konstruktive Antworten auf Basis von Freiheit, Leistung und Partnerschaft", hob Pröll hervor, und weiter: "Wir haben bereits mit dem Salzburger Programm von 1972, das die klare Handschrift des damaligen Parteiobmannes und großen Brückenbauers Karl Schleinzer trägt, nicht nur gesellschaftliche Brüche überbrückt, sondern auch interne Brüche geglättet."

Schon im Salzburger Programm von 1972, wesentlich geprägt vom damaligen Parteiobmann Karl Schleinzer, wurde das Prinzip der Partnerschaft mit kommenden Generationen zum Ziel erhoben. "Soziale Gerechtigkeit braucht wirtschaftliche Leistungsfähigkeit als Basis", betonte der ÖVP-Bundesparteiobmann, und weiter: "Dafür müssen wir die Ärmel aufkrempeln, persönliche Initiativen setzen und Leistung zeigen. Dafür haben wir immer gekämpft." Noch heute kämpft Österreich mit den Folgen des Vollversorgungsstaates und der roten Schuldenpolitik der 70er Jahre. "Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Kinder bereits mit einem Schuldenrucksack geboren werden", unterstrich Pröll, und weiter: "Niemand soll in seiner Entwicklung gehindert werden, jeder soll seine Möglichkeiten entfalten können. Auch dafür hat die ÖVP immer mit ganzer Kraft gekämpft und dafür werden wir auch in Zukunft eintreten!"

"Ein weiteres Ziel, für das wir über 50 Jahre gekämpft haben, haben wir 1995 erreicht und uns als klar europäische Partei positioniert – die Ankunft Österreichs in der Europäischen Union", so der ÖVP-Bundesparteiobmann. Als vor 20 Jahren die Mauer fiel und der Weg zu einem geeinten Europa frei wurde, war die ÖVP ganz vorne mit dabei. "Als großer europäischer Christdemokrat hat der damalige Außenminister Alois Mock gemeinsam mit seinem ungarischen Kollegen Gyula Horn den Eisernen Vorhang durchgeschnitten. Dieses Bild ist
um die Welt gegangen! Und es hat sie verändert", bekräftigte der ÖVP-Bundesparteiobmann abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0014