Seeber's Forderung nach Klimaschutzkommissar umgesetzt

Strenge Hearings bei Klimaschutz und Umwelt

Brüssel/Innsbruck, 27. November 2009 (OTS) "Eine wirklich gute und vernünftige Idee von EU-Kommissionspräsidenten Jose Manuel Barroso einen eigenen Klimaschutz-Kommissar einzusetzen. Denn es kommen auf diesem Gebiet sehr wichtige europäische und globale Herausforderungen auf uns zu", so der EVP-Umweltsprecher im Europäischen Parlaments, Dr. Richard Seeber, der bereits seit längerem einen eigenen Klimaschutz-Kommissar forderte. "Die designierte dänische Klimaschutzkommissarin, Connie Heedegaard, wird auch beim bevorstehenden EU-Klimagipfel in Kopenhagen teilnehmen. Ich fordere von ihr, dass sie mit Optimismus, aber auch mit Realismus an ihre Arbeit herangeht. Europa hat in diesem Zusammenhang seine Hausaufgaben mit dem Abschluss des 'Klimapakets 2008' zwar gemacht -und auch die vorgelegte Carbon-Leakage-Liste zur Erhaltung der Arbeitsplätze und der Betriebe in Europa hat meine Zustimmung, aber jetzt müssen wir noch die grossen Global Player mit an Board nehmen", fordert der Europaabgeordnete. ****

"Wir müssen die großen Emittenten im pazifischen Raum, China, Indien und Indonesien, aber auch die USA von einem gemeinsamen Vorgehen überzeugen. Besonderes Augenmerk heißt es dem Problem der Brandrodung von Regenwäldern unserer 'grünen Lungen' der Erde zu widmen. Es kann nicht sein, dass in Borneo ca. acht Prozent des jährlichen CO2-Ausstosses produziert werden und wir unsere europäische Wirtschaft, die bereits sehr CO2-effizient produziert, mit noch stärkeren CO2-Regeln trangsalieren", so der Umweltsprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament. "Ich habe an die Kommissarin für die Parlaments-Anhörung Anfang Jänner bereits viele Fragen und werde sie auf Herz und Nieren prüfen", so Seeber weiter.

Auch beim designierten Umweltkommissar Janez Potocnik will Seeber besonderes Augenmerk auf die fachlichen Kompetenzen legen. "Denn die Umweltpolitik ist die wirkliche europäische Industriepolitik. Sie gestaltet die Standortbestimmungen für unsere Betriebe. Regelungen zum Emissionsrecht im Bereich Luft und Wasser und auch im Abfallrecht haben große Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft", so der Tiroler Europaabgeordnete. "Ich wünsche mir Regeln dort, wo sie sinnvoll für den Bürger und unsere Umwelt sind. Wir müssen aber gleichzeitig aufpassen, dass keine sinnlose Überbürokratisierung geschaffen wird. Und ich fordere eine nachhaltige Wasser-Strategie. Denn Wasser ist eine der strategischen Ressourcen des 21. Jahrhunderts. Eine alleinige Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie in den nächsten Jahren ist sicherlich nicht genug", so Seeber abschließend.

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