Landessanitätsdirektion: Bilanz der dritten Impfwoche

Deutlich geringere Nachfrage in allen Wiener Impfzentren

Wien (OTS) - 986 Menschen ließen sich gestern, Donnerstag, in Wien gegen die Neue Grippe impfen. Zum Vergleich: Am Donnerstag der ersten Impfwoche waren es noch mehr als 6.800 gewesen. "Das ist ein massiver Rückgang", erklären Dr.in Ursula Karnthaler von der Wiener Landessanitätsdirektion und Prof. Prim. DDr. Mag. Reinhard Marek, Ärztlicher Direktor der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK). "Insgesamt wurden in Wien bis jetzt rund 44.662 Personen gegen die Neue Grippe geimpft, in dieser Woche waren es bis jetzt 4.264 Personen." Zum Vergleich: In der ersten Woche waren es 28.900, in der zweiten 11.508 Personen. Trotz des anfänglichen Ansturms haben die Planungen gegriffen.

"Dass im bisherigen Verlauf der Impfaktion immer weniger Menschen die Impfstationen aufsuchen, dürfte vor allem zwei Gründe haben: Zum einen haben in den ersten Tagen die besonders 'Impffreudigen' die Stationen gestürmt, zum anderen haben auch die zahlreichen Appelle gewirkt, den wirklich chronisch Kranken den Vortritt zu lassen", erläutert Karnthaler.

Zweite Teilimpfung in den kommenden Wochen möglich

Wer bereits vor drei Wochen einmal geimpft wurde, kann nun zur zweiten Teilimpfung kommen. "Von gesunden Erwachsenen weiß man, dass sie auch nach einer Teilimpfung einen weitgehenden Schutz haben. Bei bisherigen Studien mit vergleichbaren Impfstoffen hat sich aber gezeigt, dass dieser Schutz über die Monate nachlässt. Konkret sind nach sechs Monaten nur noch die Hälfte bis zwei Drittel der ursprünglich geschützten Personen gegen die Grippe geschützt. "Besonders chronisch kranke und abwehrgeschwächte Personen, bei denen die Immunantwort eventuell bei der ersten Impfung schwächer ausgefallen ist und damit auch früher nachlässt und alle, die auf Nummer sicher gehen wollen, können und sollen sich ein 2. Mal impfen lassen", meint Karnthaler. Die Verlängerung des Impfschutzes durch eine zweite Teilimpfung muss nicht exakt nach drei Wochen erfolgen. Es ist durchaus möglich, sich in einer der Folgewochen impfen zu lassen.

Service in allen 21 Wiener Impfstellen

Für die 2. Teilimpfung kann man in jede der 21 Wiener Impfstellen gehen. "Man muss nicht dorthin gehen, wo man das 1. Mal war", betont Karnthaler. Eine Ausnahme stellt hier das medizinische Personal dar. Dieses soll aus verrechnungstechnischen Gründen die gleiche Impfstelle wie beim ersten Mal aufsuchen. Hilfreich wäre es, den Impfpass/ die Impfkarte mitzunehmen. Das Procedere der 2. Teilimpfung ist übrigens genau gleich wie beim 1. Mal. "Man füllt wieder eine Einverständniserklärung aus, entrichtet die Rezeptgebühr von 4,90 Euro und wird geimpft. Von der Rezeptgebühr befreite Personen zahlen natürlich nichts", erklärt Karnthaler. (Schluss) cwk

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