Heinisch-Hosek/Spindelegger: "UNO-Frauenrechtskonvention wichtigste internationale Basis für frauenpolitisches Engagement"

Frauenministerin und Außenminister eröffnen Festakt zu 30 Jahre UNO-Frauenrechtskonvention

Wien (OTS) - "Mit der Frauenrechtskonvention 'CEDAW' haben die Vereinten Nationen vor 30 Jahren die wichtigste internationale Basis für den Kampf gegen jede Form von Diskriminierung von Frauen geschaffen. Die Konvention ist dem Ziel einer universellen Gültigkeit in diesen 30 Jahren sehr nahe gekommen - 186 Staaten haben sie bereits ratifiziert. Doch diese Erfolgsgeschichte trügt, denn immer noch werden Frauen weltweit im gravierenden Maße ihrer Rechte beraubt - sie sind jeden Tag in massiver Weise Opfer von Gewalt, Ausbeutung und Ungleichbehandlung. Damit wird ihnen die Möglichkeit genommen, ihr soziales und wirtschaftliches Potential voll auszuschöpfen", so Außenminister Michael Spindelegger bei einem Festakt anlässlich 30 Jahre UNO-Frauenrechtskonvention und des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November. Die Veranstaltung wurde von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Außenminister Michael Spindelegger eröffnet und thematisiert die Rolle der Vereinten Nationen in der Gleichstellungspolitik, die Entstehung der Konvention und ihre Zielsetzungen.

"Österreich war eines der ersten Länder, das CEDAW unterzeichnete und bereits 1982 ratifizierte. Die Gleichstellungspolitik erhielt dadurch einen gewaltigen Anstoß. Rahmenbedingungen wurden geschaffen, um die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen zu gewährleisten. Auch heute ist CEDAW eine besonders wichtige Grundlage frauenpolitischen Handelns", sagte Heinisch-Hosek.

"Wir alle - Männern wie Frauen - müssen uns konsequent dafür einsetzen, Frauen zur Durchsetzung der in CEDAW garantierten Rechte zu verhelfen. Die Verletzungen von Menschenrechten gegen Mädchen und Frauen werden erst ein Ende haben, wenn wir alle entschieden dagegen auftreten. Hier darf es keine Toleranz geben", so Spindelegger.

"Wer Frauen stärkt, stärkt Frieden und nachhaltige Entwicklung. Die Förderung der Rechte von Frauen ist deshalb traditionell ein wichtiges Element der österreichischen Außenpolitik. So nutzen wir unsere derzeitige Mitgliedschaft im UNO-Sicherheitsrat dazu, uns mit Nachdruck für eine stärkere Einbindung von Frauen in Friedensprozessen einzusetzen", so der Außenminister. Dabei sei es Österreich ein besonderes Anliegen, Frauen in bewaffneten Konflikten besser zu schützen: "Frauen sind von Konflikten besonders betroffen. Mit der unter meinem Vorsitz im November angenommenen Resolution 1894 haben wir einen Meilenstein zum Schutz von Zivilisten in bewaffneten Konflikten gesetzt. Im Kern geht es uns um die systematische Berücksichtigung der besonderen Schutzbedürfnisse von Frauen bereits bei der Planung von Friedensmissionen. Wir arbeiten weiter intensiv daran, dass diese weltweit verbindlichen Regeln vor Ort in konkrete Taten umgesetzt werden" , so Spindelegger weiter. Gewalt gegen Frauen, einschließlich Frauenhandel sei ein weiteres Schwerpunktthema des Außenministeriums: "Wir unterstützen politisch wie auch finanziell Initiativen der UNO und der EU, die das Ziel haben weltweit Projekte zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen umzusetzen. Mit der unter der Leitung des Außenministeriums eingerichteten Task Force Menschenhandel und einem nationalen Aktionsplan gegen Menschenhandel wurden wichtige Instrumente geschaffen, die den Schutz und die Unterstützung der Frauen zum Ziel haben."

Heinisch-Hosek: "Die Gleichbehandlung von Frauen und Männern war für die Vereinten Nationen seit jeher eines ihrer Basisprinzipien. Im Rahmen der Reform des UN Systems ist es nun besonders wichtig, dass für den Bereich Gender und Frauenrechte eine starke Einheit geschaffen wird, um die Durchsetzung von Frauenrechten weltweit weiter voran zu treiben. Die UNO als Motor für Frauenrechte, darauf sollen Frauen aus aller Welt zählen können".

"Die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen sind zentrale Schlüssel zu Armutsminderung, Wirtschaftswachstum und sozialer Entwicklung", so Spindelegger. Daher richtet die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit all ihre Projekte darauf aus, einen Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit zu leisten. Konkrete Projekte betreffen etwa die Unterstützung von Maßnahmen gegen häusliche Gewalt oder Frauenarbeitslosigkeit in Albanien oder die Förderung von Aufklärungsarbeit über Genitalverstümmelung und Akut-und Folgebehandlung für Opfer in Äthiopien. Eine Broschüre über die vielfältigen österreichischen Aktivitäten zur Stärkung der Rechte der Frauen ist auf der Homepage des Außenministeriums erhältlich.

"Das Hauptziel der Konvention - nämlich die Beseitigung der Diskriminierung von Frauen ist noch lange nicht erreicht. Daher müssen wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam für dieses Ziel eintreten. Denn von Gleichstellung profitiert letztendlich die gesamte Gesellschaft: Frauen und Männer. Frauenrechte sind Menschenrechte - dieses Prinzip muss für alle Frauen auf der ganzen Welt Gültigkeit haben. Dafür setze ich mich ein, dafür kämpfe ich", so Ministerin Heinisch-Hosek zum Schluss.

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Pressesprecherin des Bundesministers Dr. Michael Spindelegger
Tel: 0501150- 3327
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Mag. Dagmar Strobel
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
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