ÖAMTC bringt Motorradfahrer nach schwerem Unfall in Pakistan in die Steiermark zurück

Bisherige Kosten von 66.000 Euro für zwei Ambulanzjet-Flüge, Ärzteteam und Krankentransport übernimmt der Club

Wien (OTS) - Gerd R. aus Neumarkt in der Steiermark hat eine Woche hinter sich, die er sein Lebtag nicht vergessen wird. Nach einer Motorradtour durch Pakistan, die sich zum Horrortrip entwickelt hatte, ist er in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in Graz angekommen. Der 29-Jährige wollte ursprünglich eine längere Motorradtour durch Pakistan unternehmen - durch einen Unfall mit Lkw-Beteiligung am 17. November 2009 fand die Reise allerdings ein vorzeitiges Ende. Der Steirer zog sich schwere, offene Brüche in einem Bein zu. Diese konnten in Pakistan in der Provinz Lahore allerdings nur notdürftig versorgt werden. Da Gerd R. einen ÖAMTC-Schutzbrief besitzt und für die Reise einen Weltreise-Krankenschutz abgeschlossen hat, setzte er sich tags darauf mit dem ÖAMTC in Verbindung. "Die hygienischen Umstände des Krankenhauses waren schlecht, bei offenen Wunden ist das wegen der Infektionsgefahr gefährlich", schildert Michael Tagunoff, Leiter der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe.

Die ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe beauftragte daher ihren Nofhilfe-Partner in Asien mit der persönlichen Betreuung des Mannes. Aus den medizinischen Berichten, die an die österreichischen Vertrauensärzte des Clubs gesendet worden sind, ging hervor, dass dringender Handlungsbedarf bestand. Jedenfalls war es - wie bei derartig weit entfernten Distanzen immer - notwendig, vor einem Heimtransport nach Österreich eine professionelle Erstversorgung zu bekommen. "Die ÖAMTC-Partner in Indien wurden am 19. November mit der Verlegung des Patienten aus der öffentlichen Klinik in Pakistan in eine gute indische Privatklinik beauftragt. Dazu wurde ein Ambulanzjet eingesetzt", sagt Tagunoff. In der etwa eine Flugstunde entfernten Klinik in Neu Delhi erhielt der Biker endlich die notwendige weitere Behandlung unter besseren medizinischen Standards. Er bekam Bluttransfusionen, wurde nochmals operiert und es wurden weitere, in Pakistan übersehene, Verletzungen festgestellt. Während der gesamten Betreuungsphase waren die Mitarbeiter der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe ständig über den Zustand des Steirers informiert. Als feststand, das er transportfähig ist, wurde die Rückholung in einem Ambulanzjet (Learjet 60) organisiert. Dieser bewältigt einen über 10-stündigen Flug mit nur einer Zwischenlandung. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag traf Patient samt Ärzteteam nach über 35-stündiger Gesamteinsatzzeit (Flug und Krankentransport) im Landeskrankenhaus Graz ein. Dort befindet er sich zur weiteren Behandlung.

Der ÖAMTC übernimmt alle angefallenen Kosten - vom Ambulanzflug aus Pakistan nach Neu Delhi (10.000 Euro) über den Rücktransport nach Österreich (56.000 Euro) bis hin zu den Operations- und Krankenhauskosten in Indien, die derzeit noch gar nicht bekannt sind. "Diese werden erfahrungsgemäß, wie bei Privatkliniken üblich, sehr hoch ausfallen", weiß der Leiter der ÖAMTC-Schutzbrief-Nofhilfe aber bereits jetzt.

Mittlerweile werden jährlich über eine Million Schutzbriefe an die ÖAMTC-Mitglieder ausgegeben. 2,5 Millionen Österreicher sind mit einem Schutzbrief des Clubs abgesichert. Informationen zum ÖAMTC-Schutzbrief sowie zum Weltreise-Krankenschutz findet man unter www.oeamtc.at/schutzbrief.

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