Hilfe durch mobile Ergotherapie

So lange wie möglich zu Hause leben - Seit 30 Jahren Bestandteil der Wiener Gesundheitsversorgung

Wien (OTS) - Vor 30 Jahren, im Oktober 1979, begann die erste
mobile Ergotherapeutin mit ihrer Tätigkeit bei den Wiener Sozialdiensten. "Mittels Beratung der Klienten und deren Angehörigen zu Hause und Schulung von Heimhilfen sollte es den Klienten ermöglicht werden, dass sie so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können", blickt Isolde Kofler, Bereichsleiterin der "Mobilen Ergotherapie" der Wiener Sozialdienste, zurück. Möglich wurde der Start der mobilen Ergotherapie durch eine Kooperation mit der Pensionsversicherungsanstalt.

"Wir wissen, dass die WienerInnen auch dann in ihren eigenen vier Wänden leben wollen, wenn sie Pflege und Betreuung brauchen. Dabei macht es kaum einen Unterschied, ob Angehörige oder professionelle Dienste Betreuung bieten. Mit Unterstützung der Stadt Wien bekommen schon jetzt rund 27.000 BürgerInnen leistbare Pflege und Betreuung zu Hause. Der Einsatz von mobilen Diensten, darunter auch ErgotherapeutInnen der Wiener Sozialdienste, wird in Zukunft ausgebaut, damit die WienerInnen weiter sozial abgesichert bleiben", erklärte Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely.

Fünfzehn Jahre danach (1994) wurde das Leistungsangebot der Wiener Sozialdienste ausgeweitet und ein entsprechender Vertrag mit den Wiener Gebietskrankenkassen abgeschlossen. Von da an konnten ergotherapeutische Behandlungen bei vollem Kostenersatz durchgeführt werden. Seit 1994 wird die mobile Ergotherapie der Wiener Sozialdienste auch aus den Mitteln der Stadt Wien unterstützt. Zehn Jahre später (2004) gab es mit allen anderen Krankenkassen entsprechende Verträge für die Kostenübernahme.

Umfangreiches Leistungsangebot

30 Jahre nach dem Start präsentiert sich die Wiener Sozialdienste "Mobile Ergotherapie" mit einem umfangreichen Angebot. So umfasst dieses heute

  • Hilfsmittelberatung, -versorgung und -training,
  • Wohnungsadaptierung durch eine darauf spezialisierte Ergotherapeutin gemeinsam mit handwerklicher Unterstützung durch Team Idee-SÖB,
  • Training der Selbständigkeit wie Anzieh- und Haushaltstraining,
  • funktionelle Therapie wie Grob- und Feinmotorik, Sensibilität oder Koordination,
  • Training neuropsychologischer Fähigkeiten wie Wahrnehmung, Konzentration oder Merkfähigkeit,
  • Schienenversorgung,
  • präventive Beratung wie Ergonomie und Gelenkschutz sowie
  • Beratung und Unterstützung der Angehörigen.

Zunehmende Nachfrage

In der mobilen Ergotherapie der Wiener Sozialdienste sind insgesamt 24 Personen, davon 22 Ergotherapeutinnen, beschäftigt, nahezu doppelt so viel als noch vor zehn Jahren. Infolge verkürzter Aufenthaltsdauer in den Spitälern sowie gestiegener Lebenserwartung dürfte sich die Nachfrage nach mobiler Ergotherapie weiter erhöhen. Anfragen für Therapien, Beratungen und Wohnungsadaptierungen kommen vorwiegend aus den Beratungszentren des Fonds Soziales Wien, von Privatpersonen sowie direkt aus den Spitälern. Das Büro der Wiener Sozialdienste "Mobile Ergotherapie" befindet sich in der Kirchstetterngasse 6, 1160 Wien.

Die Finanzierung

Die Finanzierung der ergotherapeutischen Leistungen erfolgt über eine Förderung den Fonds Soziales Wien sowie durch die Verrechnung mit den Krankenkassen. Für die Klienten der Wiener Gebietskrankenkasse entstehen keine Kosten. Andere Kassen verrechnen einen Selbstbehalt.

Nach drei Jahrzehnten stellt die Wiener Sozialdienste "Mobile Ergotherapie" einen bedeutenden Bestandteil der Wiener Gesundheitsversorgung dar, sowohl aus sozialer wie auch aus gesundheitsökonomischer Sicht. Sie trägt dazu bei, die Lebensqualität der Klienten zu stärken und ein Leben in der eigenen Wohnung so lang es geht zu ermöglichen.

Rückfragen & Kontakt:

Isolde Kofler, Bereichsleitung Mobile Ergotherapie
Kirchstetterngasse 6, 1160 Wien
Tel.: 01/494 38 03-30
Mail: isolde.kofler@wiso.or.at
Web: www.wienersozialdienste.at

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