Grüne Josefstadt: SPÖ und PRO Josefstadt bürokratisieren Josefstädter Kulturförderung

Wien (OTS) - "Es ist schade, dass die SPÖ die erfolgreiche Josefstädter Kulturpolitik zu einem bürokratischen Hürdenlauf macht. Die Leidtragenden werden die KünstlerInnen und Kulturschaffenden sein, deren Projekte jetzt vermehrt formaler Bürokratie, längeren Vorlaufzeiten und Unplanbarkeiten ausgeliefert sein werden", so Markus Trenker, Vorsitzender der Josefstädter Kulturkommission über das Vorhaben von SPÖ und PRO Josefstadt, das Josefstädter Kulturbudget von 155.000 Euro formal auf 100 Euro zu reduzieren. "Bisher gab es von Seiten der Grünen Bezirksvorstehung unbürokratische Unterstützung und Wohlwollen gegenüber den Kulturschaffenden, was zu vielen erfolgreichen Projekten wie dem Kulturherbst 2009, den offenen Bezirksfestwochen oder Vision Film führte, bei denen hunderte Kulturschaffende mitwirkten. Ob diese bisherige Offenheit gegen-über den Kulturschaffenden durch die formale Abschaffung des Kulturbudgets und eine Total-Verbürokratisierung weiterhin gewährleistet werden kann, ist mehr als fraglich, so Markus Trenker weiter.

Doris Müller, Bezirksvorsteher-Stellvertreterin erläutert die Konsequenzen der SPÖ-ÖVP- Verbürokratisierung: "Jeder einzelne Kulturantrag muss nun nicht nur wie bisher von der Kulturkommission, sondern zusätzlich vom Finanzausschuss behandelt werden. Das Geld wird nun erst Monate später frei gegeben, weil auch zahlreiche neue Formalitäten und eine vermehrte Abrechungsbürokratie auf die Kulturschaffenden zukommt. Was dies für viele am Rande des Prekariats lebende Kulturschaffende bedeutet, haben SPÖ und PRO Josefstadt offenbar nicht in ihre Überlegungen mit einbezogen. Der Schaden, den die Bürokratisierung an der lebendigen Kulturszene anrichtet, wäre enorm", so Müller weiter.

"Da wir aber nicht davon ausgehen, dass SPÖ und ÖVP vorsätzlich den freien Kulturschaffenden schaden wollen, hoffen wir auf die Gesprächsbereitschaft von SPÖ und ÖVP", so Marco Schreuder, Grüner Abgeordneter im Rathaus. Er macht gemeinsam mit Bezirksvorsteher Heribert Rahdjian ein Angebot: "Die Grünen sind immer gesprächsbereit, wenn es um demokratische Verbesserungen, auch und vor allem in der Kulturpolitik, geht. Da die nun gewählte Vorgangsweise einen massiven Nachteil für die Kulturschaffenden bedeutet, möchten wir sowohl SPÖ als auch ÖVP zu Gesprächen einladen, deren Ausgang hoffentlich zum Vorteil der KünstlerInnen und des Kulturbezirks Josefstadt sein wird", so Schreuder und Rahdjian. "Es wäre schade, wenn die Qualität der Kulturpolitik in der Josefstadt unter einem Bürokratiediktat leiden müsste", so die vier GrünpolitikerInnen abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, presse.wien@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0002