Schihelmpflicht: Mehr Schutz für Kinder auf der Piste

LH Dörfler: Kärnten leistet seit Jahren Pionierarbeit bei der Sicherheit auf der Piste - Schihelmpflicht und Aufklärungsarbeit senken das Gefahrenrisiko

Klagenfurt (OTS/LPD) - Mit der ab kommenden Dienstag, 1. Dezember 2009 geltenden Schihelmpflicht für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 15 Jahren, die auf Initiative von Sport- und Sicherheitsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler eingeführt wurde, setzt Kärnten einen wichtigen Schritt für mehr Sicherheit auf Kärntens Pisten. Für Dörfler, der dieses Gesetz schon seit langem fordert, ist das verpflichtende Tragen eines Schihelmes für Kinder und Jugendliche nicht erst durch die schweren Schiunfälle in der letzten Wintersaison ein großes Anliegen: "Viele Schifahrer überschätzen ihr Fahrkönnen und gefährden damit nicht nur sich selbst, sondern vor allem andere. Deshalb hat für mich schon seit Jahren die Sicherheit auf der Schipiste und damit verbunden das Tragen eine Schihelms dringende Priorität", so Dörfler.

Als großer Befürworter des Tragens eines Schihelms hat der Landeshauptmann deshalb bereits vor Jahren mit groß angelegten Aktionen Schihelme in Kärntens Schiregionen verteilt. "Mit dieser Aktion haben wir die wichtige und richtige Bewusstseinsbildung für das Tragen eines Schihelms bereits sehr weit vorangetrieben", so der Sport- und Sicherheitsreferent. Er kündigt an, die Schihelmaktion auch in der Wintersaison 2009/10 fortzusetzen. Wie auch in den vergangenen Jahren bekommt Dörfler dabei Unterstützung von Olympiasieger Fritz Strobl, der mit ebenso viel Herzblut wie der Landeshauptmann an der Schihelmaktion beteiligt ist.

Parallel zu den Schihelmaktionen wird das Land Kärnten wieder die Schisicherheitstage gemeinsam mit der AUVA und dem Landesschulrat abhalten. Dabei werden tausende Jugendliche über die Gefahren auf und neben der Schipiste aufgeklärt. "Diese Grundidee der Schisicherheitsvorträge in den Schulen oder vor Ort in den Beherbergungsbetrieben wird nun von der AUVA österreichweit übernommen", freut sich Dörfler, der darin eine Bestätigung seiner erfolgreichen Arbeit in Sachen Schisicherheit sieht.

In der vergangen Schisaison 2008/2009 gab es 5618 spitalsbehandelte Schi- bzw. Snowboardunfälle in Kärnten, um über 700 Behandlungen mehr als in der Schisaison 2007/2008. Die dabei erfassten 995 Jugendlichen unter 14 Jahren, 268 mehr als in der letzten Saison, unterstreichen die von Dörfler initiierte Schihelmpflicht.

Vorderster Kämpfer an der Schisicherheitsfront ist Kärntens Schisicherheitsbeauftragter Markus Hudobnik. "Je früher Kinder und Jugendliche für das richtige Verhalten auf der Piste geschult werden, desto weniger laufen sie Gefahr, im Notfall falsch zu reagieren", so Hudobnik, der Schüler neben den Pistenregeln auch über das richtige Verhalten beim Liftfahren aufklärt.

Für die kommende Saison prognostiziert das Kuratorium für Verkehrssicherheit österreichweit 56.000 Pistenunfälle um ca. 2000 weniger als im Vorjahr. Auch in Kärnten gibt man sich optimistisch, "sichere Schipisten, genügend Aufklärung vorab, aber auch die Schihelmpflicht, sollen gemeinsam zu einem Herabsinken der Unfallzahlen beitragen", so der Landeshauptmann.
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