Der Adventkranz erinnert an benachteiligte Kinder und Jugendliche

Diakonie Erfinderin des Adventkranzes

Wien (OTS) - "Der Adventkranz ist eine permanente Erinnerung, dass auch heute noch sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche nicht die gleichen Chancen haben, wie andere Kinder", erklärt Diakonie Direktor Michael Chalupka, anlässlich des ersten Advent-Sonntages und der aktuellen Diakonie-Kampagne "Gib mir eine Chance" für benachteiligte Kinder und Jugendliche.

Der Brauch, im Advent an jedem Sonntag Kerzen auf einem Kranz zu entzünden, entstand mit den Anfängen der Diakonie und der modernen Jugendwohlfahrt.

"Leider müssen wir auch heute noch immer wieder darauf hinweisen, dass nicht allen Kindern dieselben Chancen zuteil werden. Österreich zählt im Jahr 2009 über 100.000 Kinder in manifester Armut und sieht zu, wie Kinder mit Migrationshintergrund oder Kinder mit Behinderungen durch das Schulsystem benachteiligt werden.

Gleichzeitig wird unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen der Schutz, der ihnen zusteht, verweigert." kritisiert Chalupka den Zustand der österreichischen Jugendwohlfahrt.

Die Diakonie Österreich tritt mit ihrer aktuellen Kampagne für bessere Chancen benachteiligter Kinder und Jugendlicher ein, unabhängig ihrer Herkunft. Zu den Forderungen der Diakonie gehören:
Eine echte Mindestsicherung, mit der die Grundbedürfnisse von Kindern und ihren Familien finanziert werden können, Bildungseinrichtungen, die besonders benachteiligte Kinder optimal fördert, und die ein soziales Auseinanderdriften verhindern.
Und schließlich ein Bleiberecht für jene Familien, die seit Jahren auf einen Asylbescheid warten, sowie ein absolutes Verbot der Schubhaft für Kinder und Jugendliche.

Der Adventkranz: Eine Erfindung der Diakonie

Wenigen Menschen ist bekannt, dass der Adventkranz, wie wir ihn heute kennen, auf den Begründer der Diakonie und Evangelischen Pfarrer Johann Hinrich Wichern zurückgeht. 1833 kaufte er vor den Toren der Hansestadt Hamburg ein altes Bauernhaus - das "Rauhe Haus" - um sich dort um verwahrloste Kinder und Jugendliche zu kümmern. Um seinen Schützlingen die Zeit im Advent nahe zu bringen, hängte er ein altes Wagenrad in der Mitte des Versammlungsraumes auf, an dem 23 Kerzen montiert waren. Für jeden Tag des Advents wurde eine kleine Kerze entzündet und für die Sonntage jeweils eine große. Mit der Zeit wurde das Wagenrad mit Tannenreisig geschmückt und die Kerzen auf jene der vier Adventsonntage reduziert.
Spendenkonto Diakonie für Kinder und Jugendliche in Not in Österreich PSK 23.96.444.

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