WKÖ-Vizepräsidentin Römer begrüßt Hochschuldialog als ersten wichtigen Schritt

Ohne Studiengebühren und Studienzugangsregelungen keine sinnvolle Hochschulpolitik möglich

Wien (OTS/PWK921) - "Nicht die Parole ?Mehr vom Gleichen?
sondern ?mehr Verbesserungen? - und zwar dort wo sie erforderlich sind - das ist es, worum es uns gehen muss", betonte WKÖ-Vizepräsidentin Renate anlässlich des heute von Wissenschaftsminister Johannes Hahn einberufenen Hochschuldialoges in Wien. Als äußerst positiv beurteilte Römer die Initiative von Bundesminister Hahn als einen ersten Schritt in Richtung ?Entwicklung eines Masterplanes für den tertiären Sektor?, der langfristig positive Rahmenbedingungen für die Hochschulen in Österreich sichere.

Im Zentrum der Anregungen seitens der Wirtschaft stünden, so Römer, drei Maßnahmen: Die Festlegung von Studienplatzkontingenten, neutrale Auswahlverfahren bei überschrittenen Studienplatzkontingenten sowie die Freigabe der Studiengebühren an allen Universitäten und Hochschulen. Im Ausgleich dazu müsse es allerdings zu einer deutlichen Erhöhung der Stipendien kommen.

Sicherlich müssten die Bedingungen in bestimmten Studienrichtungen verbessert werden. In anderen Studienrichtungen, wie etwa bei den technischen Studien, gebe es andererseits einen großen Mangel an Absolventen. Hier fordert die Wirtschaft eine verstärkte Studienberatung der Maturanten und Studienanfänger. Zugleich müsse es aber auch mehr Geld für die Universitäten und Fachhochschulen geben. Ziel seien zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP).

"Klar ist, dass eine sinnvollere Hochschulpolitik nicht ohne Studiengebühren und Studienzugangsregelungen möglich sein wird", so Römer abschließend. Verhandlungen mit Deutschland über Ausgleichzahlungen für deutsche Studenten in Österreich sind ziemlich aussichtslos, wie heute auch schon der neue deutsche Außenminister Guido Westerwelle klar gemacht hat. (ES)

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