Johannes Hahn: "Dialog Hochschulpartnerschaft" als Auftakt zu intensivem Arbeits- und Diskussionsprozess

Brauchen maximal breiten gesellschaftlichen Konsens bei Weiterentwicklung des tertiären Sektors - fünf Arbeitsforen werden eingerichtet

Wien (OTS) - Mit dem heutigen "Dialog Hochschulpartnerschaft" in
der Aula der Wissenschaften hat Wissenschaftsminister Johannes Hahn einen "intensiven Arbeits- und Diskussionsprozess" begonnen. "Wir brauchen zur Weiterentwicklung des tertiären Sektors einen maximal breiten gesellschaftlichen Konsens", kündigte Hahn den Beginn eines Prozesses an. "Das Ziel ist es, eine faktenorientierte Hochschul-Entwicklung voranzutreiben. Es geht um die Zukunft unserer Universitäten, Fachhochschulen und weiteren Einrichtungen des tertiären Sektors. " Dazu werden fünf Arbeitsforen eingerichtet. Weiters skizzierte Hahn Maßnahmen, die rasch umgesetzt werden bzw. bereits in Umsetzung sind.

Auf Vorschlag des Ministers sollen sich fünf Arbeitsforen folgenden Themen widmen:

- Gesellschaftlicher Auftrag des tertiären Sektors

- Koordinierte Entwicklung des tertiären Sektors: Universitäten, Privatuniversitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen u.a.

- Bologna & Studienstruktur (Curricula) & Lehre

- Studienwahl und Hochschulzugang

- Ressourcen und Finanzierung von Lehre und Forschung

Im Dezember soll es erste Treffen der Arbeitsforen geben, bis zum Sommer entsprechende Ergebnisse vorliegen - "auf maximal breiter gesellschaftlicher Basis", wie Hahn betonte. Er hoffe auf eine "möglichst breite Mitwirkung an diesem Prozess". Und auch wenn er diesen Prozess nicht abschließen werde - "ich beginne ihn, und zwar mit voller Kraft und ich werde bis zur letzten Minute daran arbeiten".

Konkrete Maßnahmen, die rasch umgesetzt werden bzw. bereits in Umsetzung sind:

- 34 Millionen Euro als Sofortmaßnahme für bessere Studien- und Lehrbedingungen in jenen Studien, in denen es eine besondere Belastungssituation auf Grund der stark steigenden Studierendenzahlen gibt. Hochschüler/innen/schaft und Rektorate an den jeweiligen Unis können bis zum 15. Jänner Vorschläge für Maßnahmen einreichen.

- Aus dem Konjunkturpaket II fließen 34 Millionen Euro als Investitionen für modernere Geräte und Forschungsinfrastruktur.

- Bessere Vernetzung und Ausbau der Studienberatung und Studieninformation für Schüler/innen, Maturant/innen und Studienanfänger/innen. Für den flächendeckenden Ausbau des "Studiencheckers" stellt das BMWF die entsprechenden Mittel bereit (rund eine Million jährlich).

- Weiters sollen ein bis zwei weitere Lehrstühle für Hochschul- bzw. Hochschulbildungsforschung eingerichtet werden.

Am heutigen "Dialog Hochschulpartnerschaft" hatten teilgenommen:
Unterrichtsministerin Claudia Schmied, Vertreter/innen der Sozialpartner, die Klubobleute und Wissenschaftssprecher/innen der Parlamentsparteien, das Präsidium der Universitätenkonferenz, die Exekutive der ÖH sowie die Vorsitzenden der einzelnen Studierendenfraktionen, Vertreter/innen der protestierenden Studierenden, Vertreter/innen der Fachhochschulen, Privatuniversitäten, des Wissenschaftsrates, Forschungsrates, Akkreditierungsrates sowie der Pädagogischen Hochschulen, die Bundesschulsprecherin, die zuständigen Landesräte sowie Expert/innen.

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