Schenz: Trotz Einsparungen werden WKÖ-Leistungen für Mitglieder ausgebaut

Eingeschlagener Sparkurs wird auch 2010 fortgesetzt - Industrievertreter der WKÖ fordert Arbeitszeitflexibilisierung und Ausbau der Wasserkraft

Wien (OTS/PWK920) - "Es war ein schwieriger Weg, das Budget für 2010 zu erstellen. Durch die Fortführung des schon im Frühjahr 2009 gestarteten Sparkurses ist es aber gelungen, für 2010 einen ausgeglichenen Budgetvoranschlag vorzulegen", betonte der Finanzreferent der Wirtschaftskammer Österreich und Vertreter der Industrieliste, Richard Schenz, vor dem morgen, Donnerstag, anberaumten Wirtschaftsparlament der WKÖ.

Infolge sinkender Mitgliedsbeiträge sollen beim Sachaufwand im kommenden Jahr 12 Prozent eingespart werden - etwa beim Büroaufwand, bei Reisekosten, Inventar und Gebäudekosten. "Nicht gespart wird bei den Leistungen für unsere Mitglieder", unterstrich Schenz. Im Gegenteil: Wichtige Leistungen werden sogar ausgeweitet, etwa "go international", die gemeinsame Internationalisierungsoffensive mit dem Wirtschaftsministerium. "Obwohl wir den Sparstift angesetzt haben, werden die Unternehmen das nicht spüren."

In seiner Funktion als Vertreter der Industrieliste in der WKÖ wies Schenz auf die nach wie vor schwierigen Bedingungen für die österreichischen Industriebetriebe hin. Bis Juli 2009 seien die Gesamtumsätze auf Jahresbasis um 23 Prozent eingebrochen, die Aufträge um 30 Prozent zurückgegangen und sei der Mitarbeiterstand (fixe Angestellte) - trotz Ausnutzung von Kurzarbeit - um 6 % reduziert worden. Der jüngste KV-Abschluss bei den Metallern sei vor diesem Hintergrund nur dann zu rechtfertigen, "wenn wir im Frühjahr mit den Gewerkschaften zu einer sinnvollen Arbeitszeitflexibilisierung kommen". Betriebliche Gegebenheiten müssten berücksichtigt werden, um in schlechten Zeiten den Beschäftigtenabbau zu dämpfen.

Sehr kritisch äußerte sich Schenz zu jüngsten Versuchen, die ökologische Performance Österreich schlecht zu reden. "In Österreich ist die Umwelt in Ordnung." Allerdings lege man sich die Latte bei den C02-Emissionen so hoch, "dass wir sie dann nicht überspringen können", meinte er auch im Hinblick auf den Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen. "Wenn C02-Emissionen eingespart werden sollen, könnten wir doch mit dem Bau von Wasserkraftwerken beginnen, für die es fix und fertige Konzepte in der Schublade gibt und deren Finanzierung von 15 Milliarden Euro gesichert ist", fordert Schenz abschließend eine Wasserkraft-Offensive. (SR)

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