Amann: 2010 entscheidendes Jahr für Österreichs Unternehmen

Bei Verwaltungsreform Ziele deutlicher formulieren - Forderung nach Blum-Bonus neu in der Lehrlingsausbildung

Wien (OTS/PWK919) - "2010 wird für die heimischen Unternehmen
ein entscheidendes Jahr. Unsere Betriebe aber auch die Wirtschaftskammer werden ordentlich gefordert werden", betonte heute, Mittwoch, der Obmann des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender in Vertretung von WKÖ-Vizepräsident Matthias Krenn in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit WKÖ-Präsident Christoph Leitl und den weiteren Vizepräsidenten. Die Zusammenarbeit der Fraktionen habe sich in der WKÖ in den letzten Jahren sehr konstruktiv gestaltet. Die Dinge seien beim Namen genannt und schlussendlich ein Konsens gefunden worden.

Als kommenden Herausforderungen bezeichnete Amann die Schwierigkeiten den Export betreffend und die Verwaltungsreform. Hier dürfe sich die WKÖ auch nicht von ihren Zielforderungen abbringen lassen und dürfe niemanden aus seiner Verantwortung entlassen. "Wir wissen was die Unternehmen brauchen und eine Entlastung in der Verwaltung steht hier ganz oben", so der RFW-Fraktionsobmann.

Amann übte zudem heftige Kritik an der Koalitionsregierung. Dieser fehle es an "existentieller Haftungserfahrung". Es fehle das Wissen um die Bedürfnisse der Unternehmen und das Wissen, dass es Unternehmen seien, die jeden Tag ihre Existenz aufs Spiel setzen. "Denn es sind die Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen und nicht die Politiker", so Amann.

In Hinblick auf das duale Ausbildungssystem kritisierte Amann, die aus seiner Sicht zu hohen Aufwendungen für die Ausbildung in überbetrieblichen Lehrwerkstätten. Die rund 12.500 Lehrlinge in diesen Lehrwerkstätten würden mit 225 Mio. Euro im Budget veranschlagt, für drei Jahre seien dies 675 Mio. Euro. Stattdessen regte der RFW-Sprecher an, in einen Blum Bonus neu zu investieren und damit die Betriebe zu fördern, die Lehrplätze erhalten bzw. neue Lehrplätze schaffen. Die Kosten hierfür seien mit 170 Mio. Euro deutlich niedriger angesetzt und die Mittel effektiver eingesetzt. "Die betriebliche Ausbildung muss stärker berücksichtigt werden als die Ausbildung in überbetrieblichen Lehrwerkstätten", forderte Amann. (us)

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