ÖH mahnt ehrliche Diskussion zu Hochschulen ein

Bundesvertretung steht für Show-Veranstaltung nicht zur Verfügung

Wien (OTS) - Der heutige Hochschuldialog begann wie erwartet mit
den üblichen reflexartigen Forderungen nach Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen. "Es ist zynisch, einen Dialog mit genau jenen Maßnahmen zu starten, gegen die die Studierenden seit Wochen protestieren", sagt Thomas Wallerberger vom ÖH-Vorsitzteam. "Anstatt die zu klärenden Probleme zu diskutieren, zäumt Minister Hahn das Pferd von hinten auf und beginnt mit angeblichen Lösungen wie Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren", ärgert sich Wallerberger.

Die ÖH hat einen umfassenden Themenkatalog eingebracht und fordert nun die Bearbeitung durch die Arbeitsgruppen in Kombination mit einer breiten, öffentlichen Diskussion. "Wir sind bereit, uns aktiv an der Diskussion zu beteiligen, solange uns diese sinnvoll erscheint", sagt Sigrid Maurer vom ÖH-Vorsitzteam. "Für eine Showveranstaltung, die den Eindruck einer Diskussion erwecken soll, stehen wir nicht zur Verfügung" stellt Maurer klar.

"Die Politik und viele TeilnehmerInnen beschränkten sich auf Selbstdarstellung, statt die weitere Vorgangsweise zu diskutieren", ärgert sich Wallerberger. "Wenn der Diskussionsprozess so weiter geht, sehen wir in Bezug auf Ergebnisse schwarz", meint Wallerberger.

Die ÖH-Bundesvertretung beteiligt sich auch am echten Bildungsdialog, der von der Protestbewegung organisiert wird. "Die Diskussion über Bildung und unsere Hochschulen darf nicht auf den Elfenbeinturm "Hochschuldialog" beschränkt sein", erklärt Eva Maltschnig, ÖH Generalsekretärin. "Die Politik muss den Studierenden beweisen, dass sie ihre Anliegen ernst nimmt", so Maltschnig.

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