VP-Aigner: Kein Wiener Steuergeld für Gewaltspiele!

ÖVP lehnt 600.000 Euro Zusatzsubvention an den Verein ICE (Internet for education) ab

Wien (OTS) - Den stadtnahen Verein Internet for education (ICE) -Vorsitzende ist SP-Gemeinderätin Barbara Novak - erwartet ein weiterer Geldregen. 612.000 Euro erhält der Verein für das Projekt einer moderierten "Gaming Plattform". Über die Web-Adresse www.gigg.at wird der vornehmlich junge Nutzer zu einer Spieleplattform geführt, die laut Subventionsakt durch "gemeinsames und moderiertes Spielen ein positives und soziales Spielerlebnis und vor allem gemeinsamen Spass" vermitteln soll. Bei der Plattform stehen vor allem "medienpädagogische Gaming-Elemente im Vordergrund". So weit, so harmlos.

Ein Besuch bei besagter Plattform leitet unter anderem auf das Spiel "Hedgewars" weiter. Schon der Name klingt zumindest medienpädagogisch fragwürdig. ÖVP Wien Gemeinderat Wolfgang Aigner zitiert aus der Spielbeschreibung: "Hauptziel des Spiels ist es, alle gegnerischen Spielfiguren auszuschalten. Hierfür stehen eine Reihe von Waffen zur Auswahl, die neben eher klassischen Vertretern des Genres, beispielsweise Bazooka, Handgranaten oder Gewehren, auch absurdere Formen, wie beispielsweise zu Bomben umfunktionierte Wassermelonen oder explodierende Torten, umfassen."

"Es handelt sich um ein klassisches Gewaltspiel, wie es unzählige andere auch am freien Markt herunterzuladen gibt. Eine Subvention aus Steuergeld für derartige Spiele ist absolut inakzeptabel. Die permanent seitens der SPÖ ins Treffen geführte Gewaltfreiheit ist offenkundig ein reines Lippenbekenntnis", begründet Aigner die Ablehnung der Subvention durch die ÖVP.

VP kritisiert mangelnde Transparenz bei Subventionsakt: Gaming Plattform kostet dreimal so viel wie berühmte Grasser Homepage

Dem Akt liegen keinerlei Kostenschätzungen bei, wie sich die Subventionssumme errechnet. "Was kostet hier wirklich über 600.000 Euro? Immerhin ist das der dreifache Betrag dessen, was der damalige Finanzminister Grasser für seine vielkritisierte Homepage bekommen hat. Die VP wird jedenfalls auf eine genaue Rechnungslegung drängen", so Aigner abschließend.

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