Grillitsch: Berlakovich top - Grünes Schnitzelverbot Flop

Liquiditätspaket und EU-Krisenhilfe für die Bauern positiv

Wien (OTS) - "Keine Rede von Stillstand, es ist heuer für die Bauern viel weitergegangen", stellt Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch angesichts der heute geäußerten Kritik von Grün-Agrarsprecher Wolfgang Pirklhuber am Landwirtschaftsminister klar. So habe Nikolaus Berlakovich eine EU-weite Solidarisierung im Milchsektor zustande gebracht: 21 Mitgliedstaaten hätten die Kommission bewegt. Im nachdrücklichen Verhandlungswege habe der österreichische Agrarminister initiiert, dass ein umfangreiches Milchpaket mit zuletzt EUR 300 Mio. als Krisenhilfe für die Milchbauern bereitgestellt wurde, betont Grillitsch.

Berlakovich habe den Bauern für das Doppelbudget 2009/10 ein "ordentliches, nationales Agrarbudget" von je EUR 2,2 Mrd. gesichert und dadurch Stabilität und Planungssicherheit, auch für die Biobauern, geschaffen. Damit sei gesichert, dass jeder Euro aus Brüssel für die österreichischen Bauern abgeholt wird. Grillitsch zufolge ist dies ebenfalls ein "dickes Plus" in der Leistungsbilanz des Ministers. "Zusätzlich haben die Milchkuhprämie, das im Oktober geschnürte Liquiditätspaket mit dem Vorziehen der Direktzahlungen und die Stundung von Agrarinvestitionskrediten für spürbare Entlastung gesorgt. Das war besonders wichtig in diesem wirtschaftlich extrem schwierigen Jahr, wo der Preisverfall in sämtlichen Sektoren den Bauern übel mitgespielt hat", gibt Grillitsch zu bedenken. Eisern festgehalten an der GVO-Freiheit Österreichs habe nach Josef Pröll auch sein Nachfolger Berlakovich im Agrarressort. "Weiterhin gilt die Formel: Österreich ist gentechnikfrei beim Anbau - und soll dies dank Selbstbestimmungsrecht auch bleiben. Das können gerade Grüne doch nur mit Lobeshymnen quittieren", so Grillitsch, der in umweltorientiert denkenden Konsumenten die natürlichen Verbündeten der Bauern sieht.

Grünes Schnitzel-Verbot ist bauernfeindlich

"Wenn sich jedoch eine Ökopartei dazu aufschwingt, quasi ein Schnitzel-Verbot auszurufen, weil die beliebte Spezialität dem Klima schade, dann spricht dies Bände. Was das für rund 39.000 heimische Schweinebauern, die jährlich rund 500.000 t Fleisch produzieren, bedeutet, kann sich mit Sicherheit auch Grünen-Agrarsprecher Pirklhuber ausmalen", meint Grillitsch. "Wenn ich mir anhöre, was die Grünen im Parlament zum Thema Tierschutz fordern, dann könnten wir die bäuerliche Landwirtschaft gleich abschaffen. Ausgerechnet eine Partei, die unsere Landwirte mit gesetzlichen Knebelungen unter massiven Druck bringen würde, kritisiert die österreichische Agrarpolitik als Scherbenhaufen", zeigt Grillitsch kein Verständnis für diese Haltung.
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