WKÖ-Landertshammer: Bildung als Grundstein für Österreichs Wettbewerbsfähigkeit

Auch wenn Österreich laut aktuellem EU-Bildungsbericht besser als der Durchschnitt abschneidet, braucht das Bildungssystem einen wirksamen Modernisierungsschub

Wien (OTS/PWK917) - "Laut den aktuellen Berichten der
EU-Kommission werden die für 2010 anvisierten Bildungsziele und Benchmarks in den meisten Mitgliedstaaten nicht erreicht", bedauert Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die heute in Brüssel vorgelegten zwei Berichte über die Fortschritte der Bildungsreformen und die europäische Zusammenarbeit. Auch wenn Österreich bei den meisten Benchmarks über dem EU-Schnitt liegt, müsse es sich an den besten orientieren: "Einige EU-Länder passen ihre Bildungssysteme zügiger an neue Herausforderungen an und haben umfassendere Reformen eingeleitet. Für Österreich besteht die Gefahr, zurückzufallen, wenn es hier nicht mitzieht."

"Die Qualität und Vielfalt in der Berufsbildung ist eine ausgewiesene Stärke Österreichs. Auch das Ziel, Schulbildung stärker mit berufspraktischer Ausbildung zu kombinieren, ist insbesondere in der Lehrlingsausbildung umgesetzt. Ein vergleichbares Engagement von Unternehmen in der Ausbildung von Jugendlichen gibt es in nur ganz wenigen Ländern", streicht Landertshammer die Fortschritte Österreichs hervor. Trotz aller Erfolge bedarf es aber eines wirksamen Modernisierungsschubs, damit Bildung weiterhin zur Wettbewerbsfähigkeit und Standortqualität beitragen kann.

"Bildung ist die Basis für Produktivitätswachstum und Innovation. Österreich ist dann international wettbewerbsfähig, wenn das hohe Lohnniveau in einer entsprechend hohen Produktivität der Arbeit begründet ist. Wir müssen die Stärken des Bildungssystems ausbauen und seine Schwächen beheben", betont Landertshammer. Das Wissen, die Fertigkeiten und die Kompetenzen der Menschen legten den Grundstein zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft.

Die WKÖ hat gemeinsam mit den Sozialpartnern bereits im Herbst 2007 ein Referenz- und Strategiedokument für Bildungsreformen in den unterschiedlichen Bereichen präsentiert ("Chance Bildung"). Das Papier enthält Leitlinien für eine umfassende und in sich konsistente Strategie des Lebenslangen Lernens. Für die Bereiche vorschulische Erziehung, Schule, Berufsbildung, Weiterbildung und Hochschulbildung werden konkrete Vorschläge für eine Neuausrichtung der österreichischen Bildungspolitik gemacht.

Die wichtigsten in der EU-Mitteilung angesprochenen Reformbereiche aus der Sicht der Wirtschaftskammer sind die Verabschiedung einer umfassenden Strategie des Lebenslangen Lernens, die Transparenz von Abschlüssen, die Umsetzung der EU-Empfehlung zum Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR), eine umfassende Reform der Schulverwaltung, die zu einem effizienteren Mitteleinsatz und leistungsförderlichen Strukturen führt, der Aufbau von Partnerschaften zwischen allgemeiner und beruflicher Bildung und der Arbeitswelt. die Zulassung von Studienbeiträgen und Zulassungsverfahren an Universitäten, wie dies in anderen EU-Staaten selbstverständlich ist. (FA)

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