Matznetter: Gemeinsam richtige Maßnahmen gesetzt, um Wirtschaft in der Krise zu stärken

Unternehmensfinanzierung verbessern, aber Banken sollen jedenfalls WK-Mitglieder bleiben

Wien (OTS/PWK916) - In der Pressekonferenz heute, Mittwoch, vor
dem morgigen Wirtschaftsparlament betonte WKÖ-Vizepräsident und Vorsitzender des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV), Christoph Matznetter, die gute Zusammenarbeit im Sinne der heimischen Wirtschaft. Die WKÖ habe sich dem Wandel des Wirtschaftsgeschehens des vergangenen Jahrzehnts gestellt und sei auf die neuen Herausforderungen eingegangen: "Die Wirtschaft wurde in den vergangenen Jahren weiblicher, ethnisch differenzierter und mit den EPU auch kleiner strukturiert", so Matznetter. Gemeinsam sei man zuletzt etwa mit der Steuerreform auf diese Veränderungen eingegangen und habe "richtige Maßnahmen gesetzt, um die wirtschaftliche Substanz während und nach der Krise aufrechtzuerhalten."

Eines habe sich in dieser Krise ganz besonders gezeigt:
"Österreich verfügt mit seinen KMU über eine besondere Wirtschaftsstruktur. Und diese hat es bisher auch ermöglicht, dass der Beschäftigtenstand weitgehend gehalten und das Produktionskapital aufrecht erhalten werden konnte", so Matznetter. Das zeige sich auch im internationalen Vergleich, denn Österreich habe die zweitniedrigste Arbeitslosenquote in der EU.

Zur aktuellen Bankendiskussion merkte der SWV-Chef an, dass es weiterhin sonnvoll sei, die heimischen Banken in der WKÖ verankert zu sehen. Blicke man über den Atlantik, zeige sich, dass hier die Politik oftmal von Lobbyisten dominiert sei. Die heimischen Unternehmen wüssten jedenfalls, was sie an einer gemeinsamen Interessenvertretung haben, denn hier werde die Verantwortung gemeinschaftlich getragen.

Für 2010 rechnet Matznetter mit einem schwierigen Jahr für die heimischen Unternehmen. Insbesondere im Bereich der Unternehmensfinanzierung werde man mit Problemen konfrontiert sein. Deshalb müsse auf der einen Seite der Druck auf die Banken erhöht werden, mehr für KMU zu tun. Auf der anderen Seite gelte es, AWS-Förderungen vermehrt an Klein- und Kleinstunternehmen zu vergeben.

Im Bereich der sozialen Absicherung für Unternehmer ortet der SWV-Sprecher weiteren Handlungsbedarf: "Den Mut, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen, müssen wir verstärkt mit einer soliden sozialen Absicherung verbinden. Der Weg in die Selbständigkeit ist dann einfacher zu gehen, auch wenn er per se schwierig genug ist." (us)

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